Blau-Roter Zoff im Fan-Zug

von Redaktion

Bayern in Bremen, Sechzig in Hannover – Zeitgleiche Auswärtsspiele an Valentinstag

Die Roten können die Blauen nicht ausstehen. © Feil/M.i.S.

Die Löwen haben eine klare Meinung zum FCB. © Imago

München – Der Valentinstag ist nicht jedermanns Sache. Für die einen purer Kommerz, für die anderen kuschlige Stunden mit ihrem oder ihrer Liebsten. Körperliche Nähe könnte es in diesem Jahr am 14. Februar auch in Zügen der Deutschen Bahn geben – aber nicht im romantischen Sinne. Denn die Ansetzung zweier Spiele durch den Deutschen Fußball-Bund hat es in sich. Am 14. Februar treten die Löwen auswärts beim TSV Havelse an. Das Spiel wird im Eilenriedstadion in Hannover stattfinden. Nur 90 Minuten später trifft der FC Bayern im Weserstadion auf Werder Bremen.

Wo das Problem liegt? Viele Fans von Rot & Blau werden sich wohl oder übel auf der Anreise über den Weg laufen, möglicherweise denselben Zug nutzen müssen, da die Streckenführung das nicht anders zulässt. Stress ist da programmiert, selbst wenn die Ultra-Gruppierungen nicht aufeinandertreffen sollten. Wer auf der Website der Deutschen Bahn einen Zug von München nach Hannover für den Morgen des 14. Februars buchen möchte, erhält bei jeder Verbindung die Auskunft: „Hohe Auslastung erwartet“.

Ausschreitungen schon im Sommer

Bestes Beispiel dafür: Nach Informationen unserer Zeitung kam es bereits in der Nacht vom 22. August (Freitag) und 23. August (Samstag) zu Reibereien in Zügen. Und zwar zwischen Bayernfans, die nach dem Heimspiel gegen Leipzig (6:0) am Freitagabend nach Hause fuhren, und Löwen-Anhängern, die sich früh am Morgen auf den Weg nach Aachen (2:0 für 1860) machten. Schon da wurde trotz kleinerer Fangruppen wieder klar: Blau & Rot – das verträgt sich nicht.

Im Februar droht nun die nächste Eskalationsstufe. Behörden und Vereine sind alarmiert, arbeiten nach nach unseren Informationen fieberhaft an Lösungen, um die Schnittpunkte beider Fangruppen zu minimieren. Wie genau die Maßnahmen aussehen werden (beispielsweise Einsätze von Sonderzügen), steht noch nicht fest. Das Verständnis bei allen Beteiligten für die Ansetzungen hält sich in Grenzen.

Und wer sorgt dafür, dass im Fall der Fälle die Situation nicht eskaliert? Je nach Standort sind unterschiedliche Direktionen der Bundespolizei verantwortlich. Beim Startpunkt in München die Direktion München, bei der Ankunft der Löwen deren Kollegen aus Hannover. Der Worst Case ist allen Einheiten klar: Hiebe für alle Beteiligten am Tag der Liebe.MBU

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