Boxer Kabayel war zu Gast im Studio. © Screen
Tor in Neapel! Elfmeter in Barcelona! Rote Karte in Bielefeld – wenn wir uns nicht verhört haben! Die XXL-Champions-League war gestern auf DAZN wieder der krasseste Fußballabend des Jahres. 18 Spiele gleichzeitig, der Brontosaurus unter den Konferenzen. „Es wird knallen“, drohte Laura Wontorra. Der Tore-Tsunami, bei dem jeder Überblick verloren ging, war die Multitasking-Hölle, die vor lauter überdrehtem Torgeschrei Schädelweh machte.
– Das XXL-Gedöns: Die extrem erregte Laura Wontorra ließ der Realität keine Chance mehr. „Wie viel Freude macht dir Nick Woltemade gerade?“, erkundigte sie sich euphorisch bei ihren Experten Sami Khedira und Nils Petersen, der von der DAZN-Bank kam. Dass Wolte seit neun Spielen nicht mehr für Newcastle getroffen hat, hätte nur beim Jubeln gestört. Zum Zeittotschlagen schaute der sympathische Box-Champ Agit Kabayel vorbei und schleppte den Champions-League-Pokal ins Münchner Studio. „Ich seh aus wie so ’n Lauch neben dir“, erkannte Khedira zurecht.
– Die XXL-Experten: Petersen forderte noch mehr Treffer als die 64 vom letzten Jahr: „Wehe, wir haben heute drei Minuten Torpause, dann schrei ich ins Studio.“ Nein, Nils, bitte nicht, es haben eh schon alle geplärrt wie die Jochgeier! Für fußballliterarische Höhepunkte war gesorgt. Laura wünschte den Bayern den „finalen Schritt ins Finale“. Und der nach Dortmund entflohene Michael Ballack erfand die „tabellarische Tabelle“. Sami Khedira spekulierte über die „WM im nächsten Jahr“, wenn nicht sogar schon 2026.
– Die XXL-Kommentatoren: Es war der Abend, an dem der Tore-Ticker Burnout bekam. 18 Spiele-Kommentatoren, 18 für die Konferenz. „Alle, die einen gültigen Arbeitsvertrag haben, müssen heute arbeiten“, wusste Laura – auch der Pförtner und die Buchhalterin. Teilweise wurden Menschen vor dem DAZN-Studio eingesammelt: „Magst kommentieren? Wenn du für zwei Jahre abonnierst, bist du unser Mann.“ Und unsere Frau – wobei die sehr gute Christina Rann als einzige Konferenz-Kommentatorin eine Bankrotterklärung für die DAZN-Gleichberechtigung war. Motto: „Meine Dame und Herren.“ Apropos Dame: Die mit uns verehelichte Frau Heinrich war vom ADHS-Fußball mit sekündlichem Torgebrüll so genervt, dass sie sich früh ins Bett zurückzog. Wer will’s ihr verdenken?