Euroleague-Boss Ilgner?

von Redaktion

Deutscher offenbar ein heißer Kandidat

Bald in Barcelona? Michael Ilgner. © IMAGO/Hartenfelser

Barcelona – Wohin führt der Weg der Basketball Euroleague? Setzt Europas Königsklasse auf Kontinuität oder gibt es doch ein Miteinander mit der nach Europa strebenden NBA? Klar scheint zumindest: Diese Weichen wird der Zirkel der europäischen Topclubs nicht mit ihrem derzeitigen Chef Paulius Moteijunas stellen. Die Ablösung des Litauers ist beschlossene Sache. Beim Spitzentreffen in Barcelona zu Wochenbeginn debattierten die Clubs bereits dessen Nachfolge. Die Entscheidung soll zeitnah fallen.

Mitten drin im engsten Favoritenkreis ist dem Vernehmen nach auch ein Deutscher, der das Basketball Business bislang allerdings nur aus der Ferne kennt. Dr. Michael Ilgner, einstiger Wasserballer und ehemaliger Chef der Stiftung Deutsche Sporthilfe, soll von einigen Clubs aus dem Elitezirkel der A-Lizenz-Clubs hoch gehandelt werden. Wobei man es offenbar genau als Vorzug sieht, dass Ilgner anders als Ex-Zalgiris-Kaunas-Boss Moteijunas keine Vergangenheit in einem Euroleague-Club hat.

Allerdings hat er einen gewichtigen Gegenkandidaten. Und der kommt aus dem, in der Euroleague traditioniell starken spanischen Basketball-Umfeld. Chus Bueno, einstiger spanischer Nationalspieler und langjähriger Spitzenfunktionär wird ebenfallsvon einigen Clubvertretern favorisiert. Darunter natürlich auch Real Madrid, das durch den nahenden Personalwechsel nun offenbar auch zu einer Verlängerung mit der Euroleague tendiert. Interessantes Detail am Rande: Bueno stand in der Vergangenheit auch schon in Diensten der NBA.

Bei beiden stünde natürlich auch die Wiederaufnahme der, zuletzt (beidseitig) immer mehr festgefahrenen Gespräche mit den Nordamerikanern ganz hoch auf dem Aufgabenzettel. Doch es wartet ein denkbar schwieriger Spagat: Die NBA hat an einigen der Fix-Teilnehmer der Euroleague kein Interesse. Die beiden Belgrader Clubs und Zalgiris Kaunas spielen in den Plänen bislang keine Rolle, aus Athen (Panathinaikos/Piräus) oder Istanbul (Fenerbahce, Efes) soll offenbar maximal ein Vertreter in den illustren Zirkel aufgenommen werden. RP

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