Musiala zaubert wieder

von Redaktion

Bayern gewinnt 2:1 in Eindhoven – dank Magier Jamal und Knipser Kane

Wieder erfolgreich: Kane jubelt mit Kimmich. © Thys/AFP

Schreckmoment: Saibari traf für Eindhoven. © Boom/Imago

Eiskalter Abschluss nach überragender Kombination: Jamal Musiala drehte auf. © Thys/AFP

Perfekter Abend: Jamal Musiala bei der Jubel-Einlage mit Teamkollege Tom Bischof. © Goldberg/Imago

Eindhoven – Kitschiger kann ein Comeback kaum verlaufen: Erstmals nach 207 Tagen stand Jamal Musiala beim 2:1 (0:0) gegen Eindhoven wieder in der Startelf – und schoss den Rekordmeister beim Abschluss der Champions-League-Ligaphase nach einem überragenden Angriff auf die Siegerstraße.

Schließlich kombinierte sich der 22-Jährige in der 58. Minute gemeinsam mit Lennart Karl durch die Abwehrreihe der Niederländer und schloss wuchtig unter die Latte ab (58. Minute) – doch zunächst crashte PSV die Musiala-Party in Form von Ismael Saibari, der in der 78. per Traumtor ausglich. Der Treffer vom eingewechselten Harry Kane (84.) bescherte dann aber den Arbeitssieg – und Musiala durfte sein gelungenes Startelf-Comeback richtig genießen.

PSV macht Dampf

Denn natürlich stand der 22-Jährige die gesamte Partie im Fokus. Schließlich kam Musiala seit seiner schweren Verletzung bei der Club-WM vergangenen Sommer bislang nur zu zwei Joker-Einsätzen gegen Leipzig (5:1) und Augsburg (1:2) – und durfte gegen Eindhoven nun endlich wieder von Beginn an hinter den Spitzen wirbeln.

Dabei musste er zunächst aber miterleben, wie die PSV mit viel Offensivdrang nach vorne spielte und die Münchner vor ungewohnte Probleme stellte. Jonas Urbig, der nach seinem Patzer am Wochenende erneut beginnen durfte, parierte mehrfach stark und sicherte allein in der ersten Halbzeit mit sechs (!) Paraden die Null. Neben Musiala und Urbig durfte auch Nicolas Jackson im Sturmzentrum ran. Manuel Neuer, Michael Olise und Kane bekamen dafür eine Pause.

„Für unser Spiel brauchen wir viel Energie“, erklärte Kompany bereits vor der Partie bei DAZN seine Rotation. „Einige Jungs haben sehr viele Minuten in den Knochen, weil wir viele ungewohnte Ausfälle hatten.“

Und so blieben Chancen des Rekordmeisters zunächst Mangelware: Tom Bischof setzte einen Freistoß übers Tor (6.), Jackson (26.) und Aleksandar Pavlovic (33.) scheiterten an PSV-Keeper Matej Kovar. Musiala forderte dabei viele Bälle und ließ seine Extraklasse im Dribbling immer wieder aufblitzen, kam zunächst aber nicht entscheidend durch – was laut seinem Trainer aber in dieser Phase ganz normal ist: „Er muss durch diese Phase. Ich erwarte nicht, dass er heute der Leistungsträger ist“, erklärte Kompany.

Zur Freude des Rekordmeisters lag er damit aber ausnahmsweise falsch, Musiala wurde mit seinem Führungstreffer zum Mann des Spiels – und schrie den Frust der vergangenen Monate bei seinem emotionalen Torjubel in den Eindhovener Nachthimmel.

Durch den 2:1-Sieg beenden die Münchner die Ligaphase auf dem zweiten Platz, gehen Tabellenführer Arsenal bis zu einem möglichen Finale aus dem Weg und haben bis dahin in jeder K.o.-Runde Heimrecht im Rückspiel. VINZENT TSCHIRPKE

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