Rutschpartie auf der Planai

von Redaktion

Schwierige Verhältnisse – Abfahrer Vogt nicht zu den Spielen

„Es war ordentlich“: Fabian Gratz bei der Zieleinfahrt in Schladming. © Bühner-Weinrauch/Imago

Schladming – Der deutsche Abfahrer Luis Vogt darf nicht wie erhofft mit einer Ausnahmegenehmigung bei den Olympischen Winterspielen antreten. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) lehnte einen entsprechenden Antrag ab, wie Wolfgang Maier, der Sportvorstand des Deutschen Skiverbandes (DSV), am Rande der Rennen in Schladming sagte.

Vogt war am Wochenende auf der legendären Streif in Kitzbühel starker Achter geworden. Deshalb hatte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) versucht, den 23 Jahre alten Garmischer noch nachzumelden, damit er bei den Winterspielen zumindest alle drei Abfahrtstrainings bestreiten kann.

Wolfgang Maier berichtete, dass Vogt aber nur das letzte Training zugestanden wurde – das ist für eine schwere Piste wie jene in Bormio arg wenig. Der Top-Funktionär sprach deshalb auch von einer „nicht besonders befriedigenden Lösung“.

Der Riesenslalom-Fahrer Alexander Schmid erlitt zwar zuletzt eine Verletzung im Sprunggelenk und musste um Olympia bangen. Wolfgang Maier aber berichtete, dass eine aktuelle Untersuchung sehr positiv verlief und die Chancen auf eine rechtzeitige Genesung von Schmid damit stiegen. In Schladming überzeugten Schmids Disziplin-Kollegen Anton Grammel und Fabian Gratz am Dienstagabend als Zehnter und Elfter, allerdings verspielten sie im zweiten Lauf ihre Top-Positionen (Gratz auf drei, Grammel auf sechs) aus dem ersten Durchgang.

„Nach so einem ersten Durchgang will man natürlich mehr“, sagte Anton Grammel im Bayerischen Rundfunk. „Nichtsdestotrotz war es ordentlich.“ Fabian Gratz erkannte, dass er im zweiten Lauf nicht die Sicherheit hatte auf der außergewöhnlich rutschigen Piste. Am Mittwochabend (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) wurde auf der Schladminger Planai dann der Männer-Slalom ausgetragen.DPA

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