Alleinige Weltspitze

von Redaktion

Sabalenka zum vierten Mal in Folge im Finale der Australian Open – Switolina emotional

Elina Switolina denkt nach ihrem Aus an die Menschen in ihrer Heimat. © Hu/Imago

Gut Laune bei Aryna Sabalenka: Die Finalistin malte nach ihrem Sieg gegen Elina Svitolina neben ihrer Unterschrift einen großen Smiley auf die Kamera. © Khan/AFP

Melbourne – Aryna Sabalenka steht zum vierten Mal in Folge im Finale der Australian Open. Die Weltranglistenerste aus Belarus war auch beim 6:2, 6:3 im brisanten Halbfinalduell mit der Ukrainerin Elina Switolina nicht zu bremsen. Sie trifft am Samstag in der Neuauflage des Endspiels von 2023 auf Jelena Rybakina aus Kasachstan, die Jessica Pegula (USA) nach einem Nervenkrimi bezwang.

Rybakina ließ mehrere Matchbälle ungenutzt, setzte sich aber im zweiten Halbfinale letztlich mit 6:3, 7:6 (9:7) durch. Die Wimbledonsiegerin von 2022 buchte damit ihr drittes Finalticket bei einem Grand Slam, während Pegula – wie auch Switolina – weiterhin auf ihren ersten Major-Titel warten muss.

Sabalenka brauchte dank der nächsten dominanten Vorstellung in der Rod Laver Arena nur 76 Minuten. Nach zuvor zwei Finalsiegen hatte sie im vergangenen Jahr überraschend das Endspiel gegen die US-Amerikanerin Madison Keys verloren. Nun steht sie abermals kurz vor ihren dritten Titel Down Under und dem insgesamt fünften bei einem Grand Slam.

„Sie ist so eine gute Gegnerin und ich bin froh, dieses schwierige Match überstanden zu haben. Ich habe tolles Tennis gespielt“, sagte Sabalenka, fügte aber hinzu: „Der Job ist noch nicht erledigt.“

Switolina, die ihrer Gegnerin nach dem Spiel erwartungsgemäß den Handschlag verweigerte, verpasste hingegen auch im 48. Anlauf den Einzug in ein Major-Finale. Als Trostpflaster kehrt die Ukrainerin aber am Montag in die Top 10 der Weltrangliste zurück – erstmals nach ihrer Schwangerschaft (2022-23). Die 31-Jährige hatte Sabalenka schon bei den French Open 2023 nicht die Hand gegeben.

Diesmal fand Switolina von Beginn an nicht zu ihrem besten Spiel und verabschiedete sich mit emotionalen Worten: „Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich nicht weitergekommen bin, aber ich finde, ich sollte nicht wirklich traurig sein dürfen. Ich bin in einer großartigen Position“, sagte sie mit Blick auf ihr vom Krieg gebeuteltes Heimatland. Sie könne sich trotz aller Enttäuschung also „nicht beschweren“, führte Switolina aus: „Die Menschen in der Ukraine leben wirklich ein schreckliches und furchtbares Leben.“

Die letzten Wochen seien eine Möglichkeit gewesen, „kleine Botschaften zurück in die Ukraine“ zu schicken. „Es gibt viele Menschen, die die Spiele verfolgen und mich unterstützen. Ich glaube, dieser Austausch von Positivität ist etwas, das den Menschen hilft“, sagte sie: „Das ist das Feedback, das ich von ihnen bekomme, und für mich ist das unglaublich. Ich habe versucht, das zu tun, was in meiner Macht steht – was mir mein Herz sagt.“

Rybakina war im zweiten Halbfinale zu Beginn klar überlegen. Ein wenig Hoffnung auf einen spannenden dritten Durchgang kam in der Arena auf, als Pegula, die zuvor im Turnier überragend gespielt hatte, im zweiten Satz drei Matchbälle abwehrte. Doch trotz einiger Nervosität und eines Satzballes ihrer Gegnerin ließ sich Rybakina nicht mehr aufhalten. Am Samstag (9.30 Uhr/Eurosport) steigt dann das Finale.SID

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