Für Fußballtrainer ist die Verletzung einer ihrer Schützlinge immer ein Schock – doch wirkt er wohl umso heftiger, wenn es gleichzeitig der eigene Sohn ist. So geschehen bei Feyenoord Rotterdams 1:2-Niederlage bei Betis Sevilla in der Europa League: In der 84. Minute vernahm Trainer Robin van Persie den Schrei seines Sohnes Shaqueel, der 19-Jährige war auf dem Feld zusammengesackt, krümmte sich vor Schmerzen, beide Hände am lädierten Knie. Unglücklich war der Sohn des einstigen Weltklassestürmers nach einem harmlosen Kopfballduell mit dem rechten Bein aufgekommen, musste im Anschluss unter Tränen vom Platz getragen werden. „Es ist herzzerreißend, ihn in diesem Zustand zu sehen“, haderte van Persie aufgelöst nach Spielschluss. Besorgt war der 42-Jährige zu seinem Sprössling an die Seitenlinie geeilt und legte ihm tröstend den Arm um die Schulter. Auf einer Trage wurde der Junior dann aus dem Stadion gebracht. „Wir sind Trainer, aber ich bin in erster Linie sein Vater“, sagte van Persie, der mit der Doppelrolle in diesen Momenten sichtlich zu kämpfen hatte. „Es tut mir unendlich leid, dass er das durchmachen muss.“ Bei seinem Sohn, in der 72. Minute eingewechselt und Vorlagengeber zum 1:2-Anschlusstreffer, rechnete der Niederländer mit dem Schlimmsten. Erste Tests seien „nicht ermutigend“, eine genaue Diagnose stehe derweil noch aus.QUICLER/AFP