Süßer Trost: Rathan-Mayes mit Tochter. © Pahnke/sampics
München – Nun kann also auch die Basketball-Bundesliga aufatmen – auch die korbwerfenden Bayern können im nationalen Geschäft noch Federn lassen. In der Finalrevanche gegen ratiopharm Ulm kassierten die Münchner ein deutliches 62:79 (37:41). Größere Folgen hat die Pleite indes nicht. Verfolger Berlin, der erst am Montag in Trier ran muss, liegt noch acht Punkte zurück.
Und die Bayern bekamen schnell zu spüren – der Finalgegner der Vorsaison setzte voll auf müde Münchner Glieder. Vom Anwurf weg drückte Ulm aufs Tempo, machte in der eigenen Zone den Bayern das Leben schwer.
Das zeigte Wirkung, zumal Trainer Svetislav Pesic mit Blick auf die anstehende Euroleague-Doppelwoche mit Andi Obst, Vladimir Lucic und Nenad Dimitrirevic auf drei der Besten beim Sensationssiegs bei Hapoel Tel Aviv verzichtete. Vor allem aus der Distanz fehlte seinen Bayern so die Schlagkraft – zu Beginn des Schlussviertels standen gerade einmal drei Dreier auf der Habenseite.
Natürlich kämpften die Bayern, doch der Meister hechelte über die gesamte Spielzeit seinem Vize hinterher. Kämpfte sich mal ran um direkt wieder den Anschluss zu verlieren. So wie fünf Minuten vor dem Ende, als Ulm mit dem letztlich entscheidenden Zwischenspurt den Vorsprung in den zweistelligen Bereich bugsierte (72:59). Das war für die Bayern an diesem Abend nicht mehr wettzumachen.RP