München – Es ist gleichzeitig das heißeste, aber auch das zermürbendste Thema beim FC Bayern der vergangenen Wochen und Monate. Dayot Upamecano soll verlängern, da sind sich alle Beteiligten einig: Die sportliche Leitung um Max Eberl, die immer wieder betont, dass der Innenverteidiger enorm wichtig für den Rekordmeister ist – und Upamecano selbst, der ebenfalls immer wieder betont, wie wohl er sich in München fühlt.
Heiß ist dieses Thema nun trotzdem, weil sich neben allen Liebesbekundungen ein Kampf um die Vertragsunterschrift gebildet hat, der sich vor allem um das Gehalt Upamecanos und mögliche Ausstiegsklauseln dreht. Und zermürbend ist er, weil er trotz monatelanger Verhandlungen immer noch andauert.
Daher sind die Verantwortlichen von diesem Thema langsam sichtlich genervt – und machen nun auch öffentlich Druck: „Jetzt muss irgendwann auch eine Entscheidung fallen“, sagte Max Eberl nach der Partie. Schließlich würde ein Abgang des Innenverteidigers eine neue Planstelle in der Viererkette aufmachen. Eine Deadline bis zum 1. Februar, von der zuletzt berichtet wurde, wollte er nicht bestätigen, aber: „Dass es eine Entscheidung in naher Zukunft geben wird, das wird so sein.“
Gestern Nachmittag legte Uli Hoeneß nach. „Ich weiß, dass er und seine Familie sich in München sehr wohlfühlen. Ich fürchte jedoch, dass seine Berater alles tun werden, um ihn aus München wegzulotsen“, sagt der Ehrenpräsident dem „Kicker“. „Über dieses Verhalten bin ich entsetzt.“
Manuel Neuer kämpft derweil um einen Verbleib des Franzosen: „Er ist hoch angesehen bei uns Spielern“, erklärte der Torwart nach der Partie. Und Upamecano selbst? Der verließ das Volksparkstadion wortlos.VT