Auf Trainersuche: Clemens Fritz. © dpa/Carmen
Bremen – Die Verantwortlichen steckten nach dem zehnten Spiel in Serie ohne Sieg die Köpfe zusammen – das erwartete Ergebnis wurde schnell verkündet. Der taumelnde Bundesligist Werder Bremen trennt sich nach nur 215 Tagen von Trainer Horst Steffen. „Es war eine schwere Entscheidung, aber wir haben nicht mehr die Überzeugung, dass Horst den Turnaround nach dieser langen Serie ohne Sieg gemeinsam mit der Mannschaft schaffen wird“, sagte Clemens Fritz.
Die bisherigen Co-Trainer Raphael Duarte und Christian Groß werden die Mannschaft interimistisch auf das Spiel beim SC Freiburg am Samstag vorbereiten. Die Fahndung nach einem Nachfolger für Steffen läuft parallel – mit einer schnellen Entscheidung ist nicht zu rechnen. „Wir sind intensiv auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer und werden uns die nötige Zeit nehmen“, versicherte der aufgrund seiner Personalpolitik ebenfalls in der Kritik stehende Fritz.
Steffen war nach seinem Höhenflug mit der SV Elversberg als idealer Nachfolger für den zu Leipzig abgewanderten Ole Werner auserkoren worden, doch nach nur sieben Monaten ist der 56-Jährige an der Weser gescheitert. „Diese Erkenntnis wiegt natürlich schwer“, sagte Fritz. Auch das Traumtor von Keke Topp zum Ausgleich in der Nachspielzeit konnte Steffen nicht mehr retten. SID