München – Natürlich ist es ein Zufall, aber passen tut es trotzdem: Zwei Tage, bevor der FC Bayern im Februar 2021 in David Alaba den bis dato letzten „unverkäuflichen“ Star verlor, hatte er vorsichtshalber schon einen jungen Spieler verpflichtet. Sein Name war Dayot Upamecano, er war damals 21 Jahre alt und für 42,5 Millionen Euro von RB Leipzig gekommen. Fünf Jahre später ist der Franzose längst Abwehrchef und ähnlich unverzichtbar wie einst Alaba – und die Münchner können sich dieses Mal darüber freuen, einen weiteren ablösefreien Abgang verhindert zu haben. Upamecano will seinen Vertrag nun nämlich doch verlängern. Vorausgegangen waren bei Alaba ähnliche Kaugummi-Verhandlungen wie zuletzt bei „Upa“.
Es ging um viel Geld und um den „geldgierigen Piranha“ Pini Zahavi (Uli Hoeneß). Vor allem aber ging es hin und her und endete dort, wonach es auch bei „Upa“ zwischendurch aussah: nämlich einem zurückgezogenen Angebot, das den Abschied besiegelt. Als „Worst-Case-Szenario“ wurde Alabas Abgang damals bezeichnet.
Ähnlich bitter war sieben Jahre zuvor der Verlust von Toni Kroos. Immerhin knapp 30 Millionen Euro spülte der Transfer ein Jahr vor Vertragsende in die Kasse, trotzdem hätte man den Taktgeber lieber behalten. Das Angebot war in Augen der Bayern-Bosse großzügig gewesen. Weil man aber das Gehaltsgefüge nicht sprengen wollte, sagte Hoeneß zu Kroos: „Wenn du das nicht akzeptierst, musst du gehen.“ Gesagt, getan.
Lauter ging es vor 20 Jahren in der Causa Michael Ballack zu. Die Fans pfiffen den Regisseur aus, als klar war, dass sein Berater Michael Becker mit anderen Vereinen sprach. Auf der Jahreshauptversammlung verkündete Karl-Heinz Rummenigge, das Angebot zurückgezogen zu haben. Die Folge: Ballack ging ablösefrei zu Chelsea – und trat von der Insel aus nach.HLR, PK, BOK