Jetzt will Upa doch bleiben

von Redaktion

Trotz Ärger mit Berater-Duo: Verteidiger steht vor Verlängerung

München – Jetzt also doch: Dayot Upamecano steht kurz vor der Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrags und will das Angebot der Bayern doch annehmen – nachdem die Münchner Bosse in den letzten Tagen immer mehr Druck gemacht haben. Noch am Sonntag schimpfte Uli Hoeneß nämlich gegen die Berater des Innenverteidigers. „Über dieses Verhalten bin ich entsetzt.“

Doch wer sind Upamecanos Schattenmänner eigentlich, über die sich Hoeneß derart aufregte? Seit Sommer 2023 lässt sich der 27-Jährige von Moussa Sissoko beraten. Der Franzose arbeitet eng mit dem Schweizer Marco Lichtsteiner zusammen. Beide sind extrem verschwiegen – und haben beste Drähte zu den europäischen Topclubs. Gerade Lichtsteiner gilt als stiller Dealmaker. Sissoko wird in der Branche teils als unbequemer Interessensvertreter wahrgenommen. Sowohl der Wechsel von Dembele vom BVB zum FC Barcelona als auch jener von Randal Kolo Muani zu PSG verliefen nicht geräuschlos.

Nun konnten sich Bayern und „Upa“ wohl trotzdem einigen. Unsere Zeitung listet Ausschnitte des zähen Pokers auf.

12. November 2024: Sky vermeldet zum ersten Mal, dass der FC Bayern mit Upamecano verlängern möchte. Erste konkrete Gespräche sollen in den kommenden Wochen stattfinden.

10. Februar 2025: Nach dem 3:0 gegen Werder Bremen wurde der Franzose auf seine Zukunft angesprochen. Upamecano bestätigte dabei, dass Verhandlungen über eine Verlängerung laufen: „Das macht mein Berater mit Max und Christoph. Die Gespräche sind gut. Aber ich bin nur voll und ganz auf mein Spiel fokussiert.“

22. Februar: „Upa weiß, dass wir unbedingt mit ihm verlängern wollen. Wir haben sehr gute Gespräche mit ihm geführt. Wir würden gerne zeitnah mit ihm verlängern“, betonte Sportdirektor Christoph Freund zuletzt. Es soll nur noch um Details gehen. Die Spielerseite würde gerne eine Ausstiegsklausel in das neue Arbeitspapier einbauen, die Bayern nicht.

14. Mai: „Mein Berater redet mit Christoph und Max. Alles gut.“ Upa schob sogar noch hinterher: „Es gibt kein Problem. Laut „Kicker“ will nun auch PSG Upa.

24. Juni: Vereins- und Spielerseite haben die Verhandlungen vertragt, bis die Sommertransferphase (1. September) vorbei ist.

8. August: Nach dem Testspiel gegen Tottenham sagt Upamecano (wieder mal): „Ich bin total zufrieden hier, jetzt gibt es Gespräche mit Max, Christoph und meinem Berater. Mal schauen, was passiert.“

27. August: Plötzlich gibt es Gerüchte um Real Madrid. Die Königlichen spekulieren auf einen ablösefreien Transfer.

16. Dezember: Lange tut sich öffentlich nichts. Unsere Zeitung enthüllt, dass Upamecano eine Ausstiegsklause von rund 65 Mio. Euro, die nach dem ersten Vertragsjahr gültig ist, fordert. Neben dem Handgeld ein Knackpunkt. Upa soll zudem auch dem FC Liverpool angeboten worden sein.

4. Januar 2026: CEO Jan-Christian Dreesen deutet beim traditionellen Fanclub-Besuch an, dass die Geduld der Bosse bald enden könnte. „Ich glaube, das, was er jetzt da liegen hat, das sollte er unterschreiben, denn es wird nicht besser.“

29. Januar: Die „Bild“ berichtet von einer Deadline, Upamecano müsse sich bis zum 1. Februar entscheiden, ob er das Vertragsangebot annimmt.

2. Februar: Upamecano will das schon zurückgezogene Angebot doch annehmen. Die Zeichen stehen auf Verlängerung.PK, HLR, BOK

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