Der Siegeszug der Beton-Bayern

von Redaktion

Basketballer feiern neue Qualitäten

Weiter in Rot? Weltmister Andi Obst (r.). © IMAGO

München – Als alles vorbei war, huschte sogar über Andi Obsts Lippen ein feines Lächeln. 81:75 hatte der Ausnahme-Werfer mit seinen Bayern gerade auch Paris Basketball bezwungen. Und Obst hatte längst schon wieder Lust auf mehr: „Wir nehmen mit, was wir kriegen können.“ Und die nächste Chance läßt ja nicht lange auf sich warten. Am Donnerstag (20.30 Uhr) schaut die AS Monacoi im SAP Garden vorbei. Und damit das Team auf jenem zehnten Platz, den die Bayern in dieser Euroleague-Saison so gerne noch erreichen würden.

Wie das funktionieren kann, dafür haben sich die Bayern selbst die nächste Blaupause geliefert. Haben Paris mit einer derart aggressiven Defensive nieder gekämpft, die sogar Gästetrainer Francisco Tabellini verblüffte: „Wie sie das machen, das ist beeindruckend.“ Zumal Frankreichs Meister eine unothodoxe Offensive sein eigen weiß, die als kaum zu kontrollieren gilt. „Sie wissen selbst nicht, wie sie laufen“, sagte Tabellinis Widerpart Svetislav Pesic, „wir wissen es auch nicht, aber wir haben sie kontrolliert. Das macht mich stolz.“

Und vorne, das ist mittlerweile ja hinlänglich bekannt, hat man notfalls immer noch Andi Obst. 26 Punkte sammelte der Welt-, Europa- und Deutsche Meister., der zu den vielen Münchnern gehört, denen der Trainerwechsel merklich gut tat. „Wir sind öfter länger in der Halle“, sagte er, „aber es ist mehr Struktur drin. Vorher war vieles chaotisch.“ Und wie es scheint, hat der sportliche Aufwärtstrent die Chancen auf eine Zukunft des Vorzeige-Bayern im Garden nicht gerade gemindert. Obst selbst, dessen Verbleib Bayern-Präsident Herbert Hainer zur Chefsache gemacht hat, will sich zwar nicht zu seinem auslaufenden Vertrag äußern. Doch zumindest sein Berater Misko Raznatovic ließ gegenüber Dyn durchblicken: „Mein Gefühl sagt mir: Er bleibt“.RP

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