Endlich die große Bühne

von Redaktion

Eishockey-Idealistinnen live im ZDF

Mailand/München – „Schweden ist der Topfavorit in unserer Gruppe, es wird ein superschweres Spiel, aber ich glaube, dass wir es gewinnen können“, sagt Emily Nix vor dem Auftakt des olympischen Eishockeyturniers der Frauen mit eben der Partie Deutschland – Schweden. Für die 28-Jährige hat es eine zusätzliche Bedeutung: Sie spielt seit dieser Saison für den HC Frölunda Göteborg (bei den Männern Rekordgewinner der Champions League): „Im Gegensatz zu Deutschland hat Schweden eine professionelle Liga, da spielen zehn Mannschaften, man hat mehr Spiele, das ist kompetitiver.“ Die Bundesliga hat inklusive des Gastteilnehmers Budapest nur noch fünf Teams, nachdem Planegg und Bergkamen, langjährige Standorte, sich abgemeldet haben. In Deutschland kann man nur auf einer Sportsoldatinnenstelle vom Eishockey leben, in Schweden gibt es Profis – wie nun Emily Nix.

Heute (12.10 Uhr) läuft Frauen-Eishockey erstmals im ZDF (plus auf Eurosport), die Spielerinnen des kanadischen Trainers Jeff MacLeod sind die ersten deutschen Athletinnen, die bei Olympia 2026 in den Wettkampf treten. Große Bühne für eine Sparte, die sonst wenig Öffentlichkeit erlebt – aber eine der idealistischsten ist.

Wenn die Deutschen zum Auftakt gewinnen, besteht eine Chance im Viertelfinale, das sie wohl erreichen werden, die Supermächte USA und Kanada zu umgehen. Nationen dahinter (Tschechien, Finnland, Schweiz) können sie an guten Tagen vor Probleme stellen. Bei der WM 2017 wurde schon einmal das Halbfinale erreicht. GÜK

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