Weltmeister unter sich: Obst gegen Monacos Theis. © dpa
München – In den Schlussminuten standen die Fans der Basketballer des FC Bayern auf den Sitzen. Sie feierten die nächste Gala. Auch die AS Monaco musste in München kräftig Federn lassen. 91:82 (48:39) servierte das Team von Svetislav Pesic auch die Monegassen ab. Sieg Nummer 12, der siebte seit dem Jahreswechsel – kein Ensemble war 2026 erfolgreicher. „Vielleicht können wir uns ja noch irgendwie in die Play-Ins mogeln“, sagte Oscar da Silva, „ich denke, wir hätten es verdient.“ Drei Siege ist Platz zehn nun noch entfernt. Noch immer reichlich.
Den Bayern war natürlich nicht entgangen, was sich in den vergangenen Wochen in Monaco abgespielt hatte. Den Club und seinen Mäzen Alexei Fedorytschew plagten Finanzprobleme, die der AS eine Tranfersperre einbrachte. Zuletzt setzte es vier Pleiten in Folge. Die Bayern versuchten sich gegen die frustrierten Monegassen mit umso größerer Intensität.
Klappte auch ziemlich gut. Die Münchner diktierten auch gegen den zweimaligen Final-4-Teilnehmer von Beginn an das Geschehen. Die Bayern traten defensiv wie offensiv als funktionieendes Kollektiv auf, ließen den Ball munter durch die eigenen Reihen kreiseln. Da störte es auch kaum, dass Monaco die Kreise von Andi Obst massiv einschränkte. Es sprange andere in die Bresche. Oscar da Silva etwa. Der Münchner kam und schenkte Monaco wie selbstverständlich zwei Dreier ein.
Das Starensemble aus dem Fürstentum versuchte es mit seiner individuellen Klasse. Mit Mike James etwa. Der Rekordschütze der Euroleague versuchte sein Bestes, starke 30 Punkte steuerte er bei. Doch mehr als ein bisschen Spannung konnte auch James nicht erzwingen.
Weil die Bayern Antworten hatten, wenn sie sie brauchten. So wie in den Schlussminuten, als Obst – natürlich – mit fünf Punkten auch die letzten Zweifel beiseite wischte. DPA