Stopp: Post der „Bavarian Red Storms“. © tiktok
Eindrucksvoll: Die mitgereisten Bayern-Fans gaben am Rande des 2:2 in Hamburg alles. Die Choreo im hohen Norden kam gut an. © Hirnschal/IMAGO
München – Es läuft beim FC Bayern: In der Liga ist man nach der historischen Hinrunde weiter auf Titelkurs, im DFB-Pokal steht man im Viertel- und in der Champions League im Achtelfinale. Das macht sich aber auch neben dem Platz bemerkbar: Die Fanclubs verzeichnen derzeit so viel Zulauf, dass manche mit den Anfragen gar nicht mehr hinterherkommen. Der Fanclub „Bavarian Red Storms“ beispielsweise musste diese Woche einen Aufnahmestopp für neue Mitglieder verkünden. „Wir haben in kurzer Zeit über 100 Anfragen bekommen“, teilt der Fanclub auf Nachfrage mit – und muss sich nun erst mal um die bürokratischen Aufgaben kümmern, bevor neue Mitglieder dazukommen können.
So geht es aktuell zahlreichen Fanclubs – aber woran liegt das? An der Leistung auf dem Platz, und daran, dass die Fans im Stadion und vor allem die Ultras in dieser Saison besonders im Fokus stehen. Nahezu jedes Wochenende fallen die Anhänger mit groß angelegten Choreografien oder Pyro-Shows wie zuletzt in Hamburg auf. Das sorgt nicht immer für Freude – die Sperrung der Südkurve gegen Saint-Gilloise infolge der UEFA-Strafe wegen Pyro erntete viel Kritik –, führt aber zu einem gesteigerten Interesse an der Kurve.
Laut Matthias Haser vom Fanclub Kasing gibt es aber noch weitere Gründe: „Ich finde, dass durch die neue Anordung der aktiven Gruppen in der Kurve die Stimmung besser geworden ist“, erklärt er den Hype: „Die Gruppen sind über die komplette Kurve verteilt, somit ziehen alle Stehplätze im Süden besser mit. Und das wirkt sich auch auf die anderen Plätze in der Arena aus.“ Natürlich ist aber auch der sportliche Erfolg ein Faktor: „Außerdem sorgt der momentane Spielstil der Mannschaft dafür, dass auch die Grundstimmung im Stadion positiver ist.“VINZENT TSCHIRPKE PHILIPP KESSLER, HANNA RAIF