Carl im Doping-Albtraum gefangen

von Redaktion

Langläuferin wird Olympiasieg nicht wiederholen können und muss ihre Sperre absitzen

Val di Fiemme – Victoria Carls Instagram-Auftritt zeigt die allerhöchsten Höhen und gleich danach den Abgrund. Wie sie 2022 auf dem Olympia-Podest als Gold-Heldin Katharina Hennig Dotzler und den Hals fällt. Und wie sie 2026 als Paria des Skilanglaufs mutterseelenallein Kilometer um Kilometer im Thüringer Wald abspult. Wenn am Samstag die olympischen Loipen-Wettbewerbe beginnen, fehlt Deutschlands beste Skilangläuferin. Bis Ende März schien sie eine strahlende Wintersport-Heldin zu sein, ehe ihr – oder einem schlecht informierten Bundeswehrarzt, wie es Carl und der DSV anführen – dieser Fehler unterlief. Carl klagte im März bei der Militär-WM über Husten, ein Bundeswehrarzt verabreicht ihr ein Mittel. Aber, so erklärt es der DSV später: „Statt des ursprünglich bestellten Hustensafts Mucosolvan (Ambroxol) wurde durch die Bundeswehrapotheke irrtümlich das Kombinationspräparat Spasmo Mucosolvan (Ambroxol + Clenbuterol) geliefert.“ Kurz darauf wird ihr Clenbuterol nachgewiesen. Die NADA erstellt einen Sanktionsbescheid über zwei Jahre Sperre. Carl und der DSV klagen vor dem Deutsche Sportschiedsgericht. Ziel: Eine kürzere Sperre.FOTO: SCHMIDT/DPA

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