Großer Tag – bis aufs Spiel

von Redaktion

Eishockey-Frauen starten mit 1:4-Niederlage gegen Schweden

Vier Einschläge gab es für das DEB-Team. © SUN WEI

Mailand/München – Stürmerin Franziska Feldmeier, die gestern 27. Geburtstag hatte, entblättert auf dem Cover des neuen Playboy, die deutsche Nationalmannschaft live auf allen Olympia-Kanälen, was sich vermutlich zu einem Millionen-Publikum summierte – die Eishockey-Frauen genossen rund um ihren Auftakt jede Menge Aufmerksamkeit. Doch das Ergebnis ließ zu wünschen übrig: Die erstmalige Olympia-Teilnahme seit 2014 begann mit einer 1:4 (1:1, 0:2, 0:1)-Niederlage gegen Schweden. Mit Platz eins in der leistungsschwächeren der beiden Turniergruppen wird es wohl nichts, in einem möglichen Viertelfinale würde die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) auf eines der Schwergewichte USA oder Kanada treffen.

Dabei fing die Partie ideal an: Nina Jobst-Smith erzielte mit einem Präzisionsschuss in der 9. Minute das 1:0 für Deutschland, das Powerplay funktionierte. Doch das Hochgefühl hielt lediglich drei Minuten an, dann glich Schweden aus. Durch Nina Ljungblom, die auch das 2:1 nachlegte (28.) und den Vorteil hat, die deutsche Torhüterin Sandra Abstreiter bestens zu kennen. Beide sind sie Profis bei Montreal Victoire in der nordamerikanischen PWHL.

Schlüsselszene kurz vor Ende des zweiten Drittels: Ein regelgerechter Check von DEB-Stürmerin Emily Nix wurde mit einer Strafzeit geahndet, das Überzahlspiel nutzten die Schwedinnen zum 3:1. „Damit war das Momentum auf der anderen Seite“, so Nix, die leichte Schiedsrichterkritik anbrachte: „Im ersten Drittel haben sie alles laufen lassen.“ Mag sein, doch Schweden war auch nach Schüssen (37:16) überlegen.

Drei Spiele hat Deutschland auf alle Fälle noch, das nächste schon am Samstag gegen Japan, danach gegen Frankreich und Italien. Emily Nix: „Die drei gewinnen wir.“GÜK

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