Hofmeister feierte erst ihr Comeback. © Ehrenzeller/EPA
Entschlossen zu Edelmetall: Max Langenhan. © Solero/EPA
Cortina/Livigno/Mailand – Stolpertstart in die Winterspiele! Beim Mixed Curling ist das deutsche Team gar nicht qualifiziert. Für die Eishockeyfrauen (1:4 gegen Schweden) setzte es eine Pleite und Snowboarder Noah Vicktor stürzte in der Big-Air-Quali zweimal. Am Wochenende, wenn‘s um die ersten Medaille geht, soll es besser werden. Auf wem die Hoffnungen liegen. Ein Überblick.
Katharina Schmid, Selina Freitag (Samstag, 18.45 Uhr):
Beim Springen auf der Normalschanze wollen Katharina Schmid und Selina Freitag ein Wörtchen mitreden. Das erste Training verlief mäßig. Schmid: „Ich will nicht einfach nur dabei sein, dafür war ich in den letzten Jahren zu gut.“
Emma Aicher, Kira Weidle-Winkelmann (Sonntag, 11.30 Uhr)
Viele Augen sind auf Lindsey Vonn gerichtet, doch wenn das deutsche Duo auf dem Podest landet, wäre das keine Überraschung. Emma Aicher, berichtet Wolfgang Maier, habe ihm versprochen: „Wolfi, in Mailand, da holen wir Medaillen. Nicht eine, mehrere!“ Das, findet der DSV-Sportvorstand, sei mal eine „coole Einstellung“.
Ramona Hofmeister (Sonntag, 13 Uhr)
Im September Sprungsgelenks-OP, im Februar Olympiasiegerin? Einer Sportlerin mit dem Willen von Raceboarderin Ramona Hofmeister ist alles zuzutrauen. Ohne ihren Biss hätte es die Powerfrau aus Bischofswiesen nicht so schnell aus der Reha zurück in die Weltspitze geschafft.
Biathlon, Mixed-Staffel (Sonntag, 14 Uhr)
Alles andere als eine Medaille wäre die erste Enttäuschung in Antholz. Das Problem: die Konkurrenz schläft nicht. Auch Frankreich, Norwegen, Schweden und Italien sind heiß auf Edelmetall. Für Deutschland dürften Preuß, Voigt, Nawrath und Horn in die Loipe gehen.
Sportdirektor Felix Bitterling: „Wenn Franzi ihr Zeug macht, und da schließe ich auch die eine oder andere ihrer Teamkolleginnen ein, dann kann es definitiv für eine Medaille im Team, eine Einzelmedaille oder auch den Olympiasieg reichen.“
Felix Loch, Max Langenhan (Sonntag, 17 Uhr)
Sollte der Bann bis Sonntagabend nicht gebrochen sein, müssen die Eisrinnen-Jungs liefern. Felix Loch und Max Langenhan ist in der knapp 120-Millionen-Euro teuren Bahn alles zuzutrauen. „Das Ziel ist eine Medaille. Sonst brauche ich hier nicht anzutreten“, sagt Loch, der nicht im olympischen Dorf, sondern in einer privaten WG wohnt.
Kollege und Weltmeister Langenhan greift zu allen Tricks. Er zieht Schuhe an, die drei (!) Nummern zu klein sind – alles für die Aerodynamik. Im Abschlusstraining raste er auf die Eins, schimpfte aber: „Ich habe noch so viele Probleme überall.“MATHIAS MÜLLER