Eine Busfahrt, die ist lustig. Eine Busfahrt, die ist schön. Das Lied werde ich innerlich die kommenden zwei Wochen noch des Öfteren summen können, denn Olympia, das ist grandioser Sport, überbordende Emotionen – und für die Reporter: viel Transferzeit. Mein am Donnerstag bezogenes Schlafdomizil liegt rund 40 Minuten nördlich von Cortina – wenn man selbst fahren würde. Der genussvoll Espresso trinkende und sonnenbebrillte Amico, der mich am ersten Tag chauffierte, benötigte eher 55 Minuten. Aber er sah verdammt lässig dabei aus. Stichwort: Sonnenbrille trotz Bewölkung. Natürlich grummelte ich höchstens leise in mich hinein, meine Gefühle mit anderen teilen wäre eh nicht möglich gewesen – ich war der einzige Gast des 57 Plätze fassenden Busses. Zudem geht es auch anders. Ein Kollege, der im selben Hotel wohnt, berichtete von seiner Cortina-Rückreise tags zuvor. Da brach der Schnee herein und sein Fahrer aus der Kolonne aus, um schleichende Kleinbusse vor ihm zu überholen. Da war die Busfahrt zeitweise nicht mehr ganz so lustig.