TAGEBUCH

Alles Sinner, oder was?

von Redaktion

Die Männer-Abfahrt in Bormio? Puuuh, zu weit. Aus Cortina nicht zu machen. Und auch nicht aus Toblach, wo mein Quartier liegt. Dafür bräuchte ich schon den Beckenbauerschen WM-Heli von 2006. Da sich die Turbulenzen im Cluster am Samstagvormittag auch sonst in Grenzen hielten, wagte ich einen Abstecher ins rund 15 Minuten enfernte Sexten. Warum?

Weil dort Jannik Sinner, Nummer zwei der Tennis-Welt, aufgewachsen ist. Natürlich ist der 24-Jährige auch Ski gefahren – und wie. Bei einem Kinderrennen schnupfte er den Samstags-Silbermedaillen-Gewinner und Kitzbühel-Champion Giovanni Franzoni um vier (!) Sekunden. Auch im Skigebiet hab ich ein kleines Sinner-Plakat gefunden.

Auf der Helmhang-Hütte ging‘s dann aber freilich um die Abfahrt. Eine Leindwand hätte Sinn gemacht, denn pünktlich um 11.30 Uhr zückten 90 Prozent der Tische ihre Handys für den Livestream. Wie das oft so ist, hinken manche hinterher. Den „Aaahs“ und „Ooohs“ der Italiener war aber immer schnell zu entnehmen, wie die nächste Zwischenzeit aussieht. Am Ende sah ich viele zufriedene Gesichter.

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