Dzeko gut, Darmstadt besser

von Redaktion

Lilien fegen Lautern vom Platz

Zu früh gefreut: Doppelpacker Dzeko war schon ausgewechselt, als Schalke den 2:0-Vorsprung noch verspielte. © dpa

Darmstadt/Gelsenkirchen – Als Edin Dzeko Sekunden nach seinem zweiten Treffer unter tosendem Applaus den Platz verließ und von Trainer Miron Muslic umarmt wurde, schien die Schalker Welt perfekt. Mit einem 2:0 nach 72 Minuten deutete alles auf den ersten Sieg der Rückrunde der 2. Bundesliga hin. „Vielleicht dachten wir alle, dass das reichen könnte“, sagte der Doppelpacker rund eine halbe Stunde und zwei Gegentreffer später: „In dieser Liga reicht das nicht.“

Nach den beiden Ausgleichstreffern in seiner Abwesenheit und dem 2:2 gegen Abstiegskandidat Dynamo Dresden büßte Schalke nur wenige Stunden später durch Darmstadts 4:0-Erfolg über den 1. FC Kaiserslautern auch die Tabellenführung ein. „Eine Mannschaft, die zehn Gegentore in der Hinrunde bekommen hat und jetzt schon sechs in der Rückrunde in drei Spielen – das ist ein bisschen zu viel“, resümierte Dzeko, nun ältester Doppelpacker des deutschen Profifußballs, die enttäuschende Lage.

Des einen Leid, des anderen Freud. Darmstadt nutzte Schalkes Patzer und übernahm durch den klaren Sieg gegen Kaiserslautern die Tabellenführung. Man habe definitiv den ersten Aufsteiger gesehen, sagte Kaiserslauterns Trainer Torsten Lieberknecht bei seiner Rückkehr ans Böllenfalltor. Florian Kohfeldt bremste die Euphorie. „Ich kann schon Tabellen lesen“, sagte der Erfolgscoach der Lilien: „Alles andere wäre gelogen. Geiles Spiel, geile Energie von allen. Es war richtig cool. Das war sehr in Ordnung.“DPA

Artikel 1 von 11