Da war mehr drin für Katharina Schmid. © Karmann/dpa
Predazzo – Den deutschen Skispringerinnen blieb beim großen Medaillen-Showdown nur die Zuschauerrolle, die geschlagene Topfavoritin Nika Prevc weinte bitterlich in den Armen ihres Trainers: Die erste Schanzen-Entscheidung bei den Winterspielen bot Drama und Spektakel, aber nicht das erhoffte erste Edelmetall für das deutsche Team. Zum ersten Mal überhaupt gingen die DSV-Springerinnen unter den fünf Ringen leer aus.
Selina Freitag belegte als Beste aus dem Team von Bundestrainer Heinz Kuttin in Predazzo den siebten Platz. „Ich habe es im Vorfeld gesagt, wir kommen hierher, um um Medaillen zu kämpfen“, sagte der unzufriedene Kuttin. Auch Fahnenträgerin Katharina Schmid sprang hinter den eigenen Erwartungen hinterher. „Am Ende ist es wurscht, ob ich Vierte oder 14. werde. Es ist Olympia, es zählen nur die Medaillen. Und da war ich leider noch weit weg“, sagte die 29-Jährige, die am Ende sogar nur 16. wurde.
Zur Olympiasiegerin krönte sich überraschend nicht die Slowenin Prevc, sondern Anna Odine Stroem aus Norwegen. Sie schien ihren Erfolg kaum fassen zu können. „Sie ist schlagbar“, kommentierte Freitag Prevc‘ Silberrang.
Das scheint auch die Hoffnung der Männer zu sein, die am Montag (19.00 Uhr) auf der Normalschanze um Medaillen springen. Andreas Wellinger gibt die Marschoute vor: „Volles Risiko drauflos.“ Kollege Felix Hoffmann nahm es im letzten Training wörtlich. Mit 102 Metern landete er auf Platz zwei.DPA, SID