Löwen schreiben Protestbrief an den DFB

von Redaktion

Schiedsrichterfrust wächst, Platz eins bei Fehlentscheidungen – jetzt wehrt sich der Verein

Schiri-Verdruss: Kauczinski wähnt sich und seine Löwen benachteiligt. © Sampics

München – Kein Verein in der 3. Liga wird so oft benachteiligt wie der TSV 1860. Laut Ex-Referee Rafati kamen beim 1:2 gegen Stuttgarts U 21 die Fehlentscheidungen Nr. 16 und 17 hinzu: Bei zwei Fouls im Strafraum – Catovic an Reinthaler, Meyer an Niederlechner – hätte es laut Rafati Strafstoß geben müssen.

Ein Umstand, den der Spitzenreiter der Benachteiligungstabelle (liga3-online) nicht länger hinnehmen möchte. „Wir werden Beschwerde beim DFB einlegen“, sagte Präsident Gernot Mang gegenüber unserer Zeitung: „So kann es nicht weitergehen! Ich habe kein Problem mit ein, zwei Fehlern. Aber es geht um Elfmeter, Abseitssituationen, klare Szenen – zuletzt wieder in Stuttgart. Das ist nicht mehr akzeptabel.“

Erkennt Mang in der Häufung von Fehlentscheidungen ein Muster? „Ich kann es mir nicht erklären“, sagt der Oberlöwe, „aber der Eindruck entsteht. Wir verlangen einfach Neutralität und saubere Entscheidungen. Um Entscheidungen zu treffen, wie einen Elfmeter für 1860 nach dem Foul an Florian Niederlechner zu pfeifen, braucht es keinen VAR.“

Dass 1860 bewusst benachteiligt wird, will Mang nicht glauben: „Das möchte ich niemandem unterstellen.“ Klar sei aber: „Gegen uns sind immer Emotionen drin, für Gegner ist es oft wie ein Pokalspiel.“ Darauf müsse man sich einstellen: „Ich mache mir Sorgen, ob wir immer die Qualität an Schiedsrichtern bekommen, die angemessen wären.“ULI KELLNER

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