Connor Hellebuyck
Im Olympia-Training: Connor McDavid. © dpa/Carolyn Kaster
Mailand/München – Die Fans haben darauf gewartet, ebenso eine ganze Generation an Topspielern – und nun beginnt das Turnier: Eishockey mit den Profis aus der NHL. Slowakei – Finnland und Schweden – Italien sind die (noch nicht so spektakulären) Auftaktpartien. Fragen und Antworten zum Event.
Wird es das „beste Turnier aller Zeiten“? Den Superlativ haben manche sehr schnell zur Hand. Zurecht? Einerseits: Anders als 2014 gibt es – aus naheliegenden Gründen – kein russisches Team, das ein interessant besetztes gewesen wäre mit Altstar Ovechkin, dem künftigen NHL-Topverdiener Kirill Kaprizov, dem aktuell drittbesten NHL-Scorer Nikita Kucherov und dem besten Tormann Andrej Vasilivskij. Andererseits: In den vergangenen zwölf Jahren hat sich die Sportart enorm weiterentwickelt in Sachen Tempo und Skills. Eishockey ist Weltsport, in elf der zwölf Teams in Mailand ist die NHL vertreten. 148 Cracks sind am Start.
Sind Kanada und USA die Favoriten? Sind sie. Vor einem Jahr konnten sich ihre Teams beim „Four Nations Face-off“ schon herausbilden. Auf beiden Seiten findet sich Superstar-Power (Kanada: McDavid, MacKinnon, Crosby – USA: Hellebuyck, Matthews, Quinn Hughes). Allerdings: Aus ähnlicher Position heraus scheiterten die beiden Großmächte 1998 bei der olympischen NHL-Premiere. Auf der Gegenseite kann ein „hot goaltender“ Hierarchien einstürzen lassen. Ur-Beispiel: der Tscheche Dominik Hasek vor 28 Jahren.
Spielt Deutschland in der leichtesten Gruppe? Die USA sind besser, gegen Dänemark und Lettland sollte man sich durchsetzen und als womöglich bester Gruppenzweiter direkt ins Viertelfinale einziehen. Jedoch: Die Dänen haben wie Deutschland sieben NHL-Spieler, die Letten sechs.
Auf wen sollte man noch achten? Die Schweiz. Sie hat zehn NHLer dabei und eine starke eigene Liga, ist zudem Vizeweltmeister. Trainer Patrick Fischer (hört nach der WM auf) hat das eingespielteste Team.GÜK