Der Künstler und der Abräumer: Olise wird von Raum bedrängt. © Beier/AFP
Die Bayern-Stars im Pokal-Viertelfinale gegen RB Leipzig in der Einzelkritik.
Manuel Neuer: Wenn es darauf ankam, war der Routinier zur Stelle: Entweder mit seiner Strafraumpräsenz oder mit guten Reflexen wie beispielsweise beim Schuss von David Raum aus kurzer Distanz. Note: 3
Josip Stanisic: Als Rechtsverteidiger schaltete sich der kroatische Nationalspieler häufiger ins Münchner Offensivspiel ein als gewohnt. Das hatte zur Folge, dass Stanisic häufig (zu) viele Meter nach hinten machen musste. Sein Fleiß wurde belohnt: Stanisic holte den Elfmeter zum 1:0 raus. Note: 2
Dayot Upamecano: Bei so mancher Aktion wirkte der Innenverteidiger etwas übermotiviert, seine Positionierung und das daraus resultierende Stellungsspiel wirkte ebenfalls nicht immer glücklich gewählt. Note: 4
Jonathan Tah: An seinem 30. Geburtstag wirkte Tah nicht 100 Prozent bei der Sache. Der Innenverteidiger kam häufig einen Schritt zu spät und hatte vor allem beim 0:1 Glück, dass der Treffer nachträglich wegen Abseitsposition aberkannt wurde. Note: 4
Alphonso Davies: Zweiter Startelfeinsatz hintereinander nach seinem Kreuzbandriss – und Davies hat die Spielpraxis bitter nötig. Das war dem Kanadier nach seinem blassen Auftritt am Sonntag gegen Hoffenheim auch gegen RB anzumerken. Sowohl in der Offensiv- als auch in der Defensivarbeit ist noch viel Luft nach oben.
Note: 4
Aleksandar Pavlovic: Die Passmaschine reihte sich regelmäßig als eine Art Linksverteidiger in die Münchner Abwehrkette ein. Vor allem dann, wenn Davies mit seiner Geschwindigkeit das Offensivspiel beleben sollte. Note: 3
Joshua Kimmich: Der DFB-Kapitän hatte nicht so viel Zugriff aufs Bayern-Spiel wie gewohnt – und von ihm gewollt. Ein solider Auftritt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Note: 3
Michael Olise: Wenn die Bayern gefährlich wurden, dann über Olise. Mal zog der Franzose nach innen und suchte cleveren Steckpass, mal flankte er mit seinem feinen Fuß sanft in den Leipziger Strafraum. So wie bei seiner sehenswerten Vorarbeit zum 2:0. Note: 2
Serge Gnabry: Nächster Startelf-Einsatz nach seiner Vertragsverlängerung. Gnabry agierte als zentraler Offensivspieler, wechselte sich aber immer wieder mit Harry Kane als Mittelstürmer ab. Beinahe hätte er nach einer knappen Stunde das 1:0 erzielt. Note: 3
Luis Diaz: „Die Maschine“ stotterte gegen Leipzig etwas. Das hatte auch mit der aggressiven Spielart der Bullen zu tun, die Diaz häufig hart angingen. Trotzdem steckte der Kolumbianer nicht auf und belohnte sich mit dem Tor zum 2:0.
Note: 2
Harry Kane: Bei seinen Kopfball-Chancen hatte der Engländer Pech, dass entweder noch ein Leipziger Körperteil dazwischen war oder Maarten Vandevoordt gut parierte. Ansonsten arbeitete er viel für die Mannschaft. Beim Strafstoß zum 1:0 gewohnt cool. Note: 2