Erhöhtes Aufkommen von Schnee-Quatsch

von Redaktion

Neues von den Laberlympics: Viel Gerede und dann doch unangenehmes Schweigen im ZDF

Abstand, bitte: Müller-Hohenstein mit Breyer. © ZDF

Auch heute melden wir uns wieder vom Winter-Dienst, vom Abfahrts-Hocken. Oder, wie die Sportfreunde Stiller reimen würden: „Fernseh-Sause, senza Pause!“ Wobei in Wahrheit große Teile vom Olympia-TV aus Pausen bestehen – immer dann, wenn Esther-Katrin Breyer-Spirra sich in Räusche redet. Dann spuckt der Wortgenerator Sätze aus, die betroffen machen: „Da fließen die Tränen, und man möchte fast sagen: Lassen wir die Bilder für sich sprechen.“ Aber nur fast – denn Bilder sprechen gut, KMH spricht besser. Wir beantworten die neuesten Fragen zu den Laberlympics aus Blablazzo am Ton-alle-Pass. Uno, due, tre, ab in den Schnee!

Warum reden die alle so viel? Gegen die Winterwortler im TV wirkt Lothar Matthäus wie ein Eremit mit Wortfindungsstörung. Jochen Breyer kann nicht anders, als sich bei Amelie Stiefvatter in Cortina zu erkundigen: „Gibt’s denn irgendwo bei euch einen richtig guten Espresso?“ Die Amelie müsste dann eigentlich sagen: „Kannste knicken, Jochen! Das mit dem Kaffee haben die Italiener einfach nicht drauf. Aber wir haben in Paris ja auch keine Baguettes gefunden.“ Experten sprechen vom „akustischen Tapezieren“ oder vom „Horror Vacui“, der Angst vor der Leere. Nur drei Sekunden Schweigen – und schon schaltet der Zuschauer um zum RTL. Deshalb muss Stephanie Müller-Spirra alias „SMS“ ständig Zeug sagen wie: „Wir sortieren diesen Olympiatag erst mal für Sie. Wir fühlen uns erst mal ein.“ KMH ergänzt: „Wie brutal kann Sport sein, wie brutal kann Rodeln sein. Dieser brutale Fehler direkt beim Start.“ Es ist brutal.

Wie klingt das konkret? Katrin Müller-Hohenstein spart jetzt beim Norwegerpulli, aber nicht mit Worten. Sie kommt in ihrem neuesten Bogner-Modell Raegan (nicht zu verwechseln mit Ronald, reduziert von 395 auf 239 Euro) ins Studio zu Jochen Breyer, und es geht vom Raegan in die Traufe. „Das ist toll, irre! Oh Mann, es ist wirklich so viel los“, jauchzt sie und analysiert: „Rodeln könn wa.“ Jochen will endlich heim: „Ich wünsch euch viel Spaß.“ Katrin findet es supi, dass sie gleich ungestört allein reden kann: „Vielen Dank, das ist toll!“ Dann herrscht Verwirrung, wer weiterredet. Betretenes Schweigen, was ganz schön ist. Jochen erkundigt sich: „Machst du weiter?“ Katrin: „Machen wir weiter?“ Das würde Jochen sehr begrüßen: „Ich hab, glaub ich, jetzt Feierabend.“ Katrin lässt ihn ziehen: „Du hast Feierabend. Dann kann ich sagen, dass wir einiges vorhaben.“ Dann kommt beinahe Sport, aber nur fast: „Siehste, wir gehen erst mal zu Heute. Bis gleich!“ Und schon sind wieder 12 000 Gehirnzellen abgestorben.

Handelt es sich um KI? Das ist die große Frage rund um die Katrin-Intelligenz. Reden die Sprachmodelle KMH-1965-Turbo, Breyer-Bot 2.1 „Intellectual Edition“ oder Sedlaczek-Ultra 3.0 mit uns? So eine KI liefert perfekte Wortbausteine, die sich beliebig kombinieren lassen. MüHo jubelt in Mainz: „An diesen Bildern kann man sich wirklich überhaupt nicht sattsehen.“ Lena Kesting co-jubelt in Predazzo: „Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich krieg von diesen Bildern einfach nicht genug.“ Und dann wieder KIMH: „Es wird herrlich!“ Fazit: Beim TV-Olympia kommt es zu erhöhtem Aufkommen von Schnee-Quatsch. Sportfreunde, stiller? Au ja, gern!

JÖRG HEINRICH

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