SNOWBOARD

Ettel-Schwestern raus

von Redaktion

Deutsches Trio scheitert in der Qualifikation

Kona Ettel. © Wasson/DPA

Livigno – Leilani Ettel schlug die Hände über ihrem behelmten Kopf zusammen, kurz darauf fand sie Trost in den Armen ihrer Schwester Kona. Die deutsche Halfpipe-Hoffnung, Elfte der Winterspiele von Peking, hat das olympische Finale in Livigno verpasst. Platz 13 reichte nicht, nur die besten zwölf dürfen am Donnerstag (19.30 Uhr/ZDF und Eurosport) um die Medaillen kämpfen.

Die ältere der Münchner Ettel-Schwestern konnte sich damit trösten, dass es so knapp nicht war: Immerhin 7,75 Punkte fehlten der 24-Jährigen, die nach dem ersten von zwei Läufen noch auf Rang zwölf gelegen hatte, um wie vor vier Jahren in das Ringen um Edelmetall eingreifen zu können. Zwar verbesserte sich Ettel im zweiten Run noch einmal um 13 Zähler auf 67,50 Punkte, doch das reichte nicht. Ihre Schwester Kona (18) wurde 18., Anne Hedrich (19) kam auf Platz 19.

„Es war nervenaufreibend, aber es hat auch so viel Spaß gemacht“, sagte Leilani Ettel, die „richtig happy“ war mit ihrer Leistung. Das Finale verpasst zu haben, sei „extrem schade. Aber ich habe mich so gut auf dem Board gefühlt, wie seit zwei Jahren nicht mehr, und das spornt mich an, in Zukunft noch weiter vorne mitzufahren.“

Topfavoritin Chloe Kim (USA) zeigte schon in der Quali ihre ganze Klasse. Die Olympiasiegerin von 2018 und 2022 und dreimalige Weltmeisterin setzte sich mit den 90,25 Punkten aus ihrem ersten Lauf an die Spitze. Die WM-Zweite Sara Shimizu aus Japan (87,50) kam aber recht nahe an sie heran. Dritte wurde Maddie Mastro.

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