Superleague vor dem Ende

von Redaktion

UEFA schließt Grundsatzvereinbarung mit Real Madrid und legt den Streit wohl bei

Optimistisch: UEFA-Chef Aleksander Ceferin. © Marijan Murat/dpa

Jubelt weiter in der Champions League: Real Madrid. © Thomas Coex/AFP

Wieder auf einer Linie: Zumindest wurde der Weg dafür in Brüssel geebnet. © Coffrini/AFP

Brüssel – Der Streit um die Super League zwischen dem spanischen Rekordmeister Real Madrid und der Europäischen Fußball-Union (UEFA) nähert sich vorerst dem Ende. Wie die UEFA nach einer Sitzung des Exekutivkomitees am Mittwoch in Brüssel mitteilte, habe sie sich mit den Madrilenen sowie der Vereinigung European Football Clubs (EFC) auf eine „Grundsatzvereinbarung zum Wohle des europäischen Klubfußballs“ geeinigt. Details nannte die UEFA dabei allerdings keine.

Die Vereinbarung solle „auch dazu dienen, die rechtlichen Streitigkeiten im Zusammenhang mit der European Super League beizulegen, sobald diese Grundsätze umgesetzt und angewendet werden“. Die Königlichen hatten gemeinsam mit dem Super-League-Promoter A22 zuletzt von der UEFA Schadenersatz in Höhe von mehr als vier Milliarden Euro gefordert. Der Vorwurf: Der europäische Verband habe seine „marktbeherrschende Stellung missbraucht“, um die Einführung der vieldiskutierten Superliga im Jahr 2021 zu verhindern.

Die Vereinbarung sei „nach monatelangen Gesprächen“ getroffen worden und solle „den Grundsatz der sportlichen Leistung“ unterstreichen sowie „den Schwerpunkt auf die langfristige Nachhaltigkeit der Klubs und die Verbesserung des Fanerlebnisses durch den Einsatz von Technologie“ legen, hieß es in der UEFA-Mitteilung.

Unter dem Vorsitz von Reals Präsident Florentino Pérez waren zwölf Vereine 2021 vorgeprescht und hatten die „Super League“ als eigenen Elitewettbewerb gegründet, wenig später aber zurückgezogen. Auch wenn mehrere frühere Mitinitiatoren wie der FC Barcelona oder der FC Chelsea bereits ausgestiegen sind, hatte das Unternehmen hinter dem Projekt die Pläne 2024 reformiert. Die fortan als „Unify League“ beworbene Liga sollte besser mit den bereits bestehenden Wettbewerben vereinbar sein und strebt langfristig eine Genehmigung der UEFA an.

Der FC Barcelona indes hatte erst am vergangenen Wochenende seinen Rückzug erklärt. Noch im Oktober des vergangenen Jahres hatte Barca-Präsident Joan Laporta versucht, das stark in die Kritik geratene Projekt neu anzustoßen. „Wir sind für den Frieden, denn es gibt einen Weg für die Vereine der Super League, zur UEFA zurückzukehren“, sagte Laporta, nachdem bereits mehrere Vereine ausgestiegen waren und die UEFA dem neuen Wettbewerb bislang noch keine Genehmigung erteilt hatte. Barca war einer von ursprünglich zwölf Vereinen, die 2021 die Gründung eines neuen europäischen Liga-Wettbewerbs für Spitzenmannschaften angestoßen hatten.SID/DPA

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