Martin Nörl machte traurige Miene zum bösen Spiel. Von einem Konkurrenten berührt, dadurch gestürzt, den eigenen Teamkollegen noch mit abgeräumt – der zweimalige Gesamtweltcupsieger war nach einem Crash der beiden besten deutschen Snowboardcrosser untröstlich. „Das ist halt der Sport, du fährst da zu viert runter, dann passieren solche Dinge halt“, sagte der Allgäuer nach einem verhängnisvollen Viertelfinale in Livigno.
Großer Unglücksrabe neben Nörl (32) war Leon Ulbricht (21). Im Platzierungslauf für das Achtelfinale zum Auftakt der K.o.-Runde hatte er mit der drittbesten Zeit überzeugt. „Wir waren hier sicherlich nicht die Topfavoriten“, sagte Nörl, „aber wir hatten gutes Material, vor allem der Ulle.“ Das frühe Aus ist auch ein weiterer Rückschlag für den deutschen Snowboard-Verband, der wohl wie in Peking 2022 ohne Medaille bleiben wird. Zu Gold fuhr wie vor vier Jahren Alessandro Hämmerle. In einem spannenden Finale ließ der Österreicher wie in China den Kanadier Eliot Grondin hinter sich. Bronze ging an den früheren Weltmeister Jakob Dusek, ebenfalls Österreicher.DPA