Vom Bubi zur Maschine

von Redaktion

Sonderlob für Pavlovic: „Leistung geht fast unter“

Verbale Scharmützel: Pavlovic rastete in der 70. Minute gegen RB Leipzig ziemlich aus. © Weber/IMAGO

München – Das Lob kam unverhofft – aber es kam an. Als Max Eberl am Mittwochabend auf den abermals überragenden Luis Diaz angesprochen wurde, landete er plötzlich bei Aleksandar Pavlovic. „Der hat heute sehr gut gespielt, war unglaublich aktiv, ist weite Wege gegangen, hat Räume geschlossen, wichtige Zweikämpfe gewonnen“, sagte der 52-Jährige und sprach das Schicksal aus, das in einem Kader mit einer überragenden Offensive diverse Spieler teilen: „Das geht ein bisschen unter bei all den Toren, die andere schießen.“

In der Tat: Im Mittelpunkt standen wieder einmal Harry Kane und Diaz, aber dass Pavlovic „in einer sehr guten Form“ ist (Eberl), sah man schon auch. „Sehr viel“ bedeuten dem 21-Jährige die Worte des Sportchefs, er sagte: „Ich gebe einfach mein Bestes. Wenn das so gut klappt, bin ich froh.“ Es hatte beim 2:0 gegen RB Leipzig so gut geklappt, dass Eberl Pavlovic als „Maschine“ bezeichnete, „die läuft und tut und macht“. Mit dem Bubi, der vor zweieinhalb Jahren sein Profi-Debüt gab, hat der „Pavlo“ im Februar 2026 nichts mehr gemein.

Neben „spiritus rectus“ Joshua Kimmich ist er auf der Doppel-Sechs gesetzt. Auf exakt zehn Einsatzminuten kommt Leon Goretzka in den letzten vier Spielen – Pavlovic auf 350. Sein Selbstvertrauen zeigte der Sechser am Mittwoch allerdings auch verbal. Nach einem Foul an Jamal Musiala nämlich rastete er in der 70. Minute regelrecht aus. Seine Teamkollegen mussten ihn zurückhalten, die Emotionen kochten kurzzeitig über. Später sagte Pavlovic allerdings selbstkritisch: „Da war ich zu aggressiv, das darf mir nicht passieren.“ Eberl ließ die Sache daher auch unerwähnt. Die „Maschine“ läuft zwar schon sehr rund, aber noch nicht fehlerfrei.HLR, BOK

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