Umstrittene Sieger: Laurence Fournier Beaudry und Guillaume Cizeron. © Gabriel Bouys/AFP
Alpine von Bormio enttäuscht
Nach gut der Hälfte der Olympia-Wettkämpfe sind die deutschen Skirennfahrer schwer enttäuscht von der Atmosphäre in Bormio. Dort finden bei diesen Winterspielen nur die alpinen Männerrennen und parallel keine Events anderer Sportarten statt. „So richtig Stimmung kommt leider nicht auf“, erzählte Alexander Schmid vor dem Riesenslalom am Samstag. Teamkollege Anton Grammel verglich die Atmosphäre mit jener eines normalen Weltcups, „vielleicht auch nicht eines der bestorganisierten Weltcups“, wie er sagte .In Bormio gibt es kein olympisches Dorf, die Mannschaften sind – ähnlich wie beim Weltcup – auf einzelne Hotels aufgeteilt. Während zu den Rennen Fans in den Ort kommen und zumindest in der Nähe des Zielstadions Party machen, sind die Straßen, Restaurants und Bars an rennfreien Tagen deutlich menschenleerer. Viele Hotels und Pensionen blieben zudem während der Spiele geschlossen.
Eistanzen: Wirbel um Jury-Mitglied
Nach der umstrittenen Eistanz-Entscheidung bei den Winterspielen in Italien zugunsten der Franzosen Laurence Fournier Beaudry und Guillaume Cizeron sorgen die Wertungen einer Landsfrau weiter für Wirbel. Bei der französischen Preisrichterin Jézabel Dabouis gab es deutliche Abweichungen vom Jury-Durchschnitt .Fournier Beaudry und Cizeron hatten am Mittwochabend trotz eines großen Patzers beim Twizzle – einer schnellen Drehung auf einem Bein – den Olympiasieg geholt und lagen damit 0,83 Punkte vor den Topfavoriten Madison Chock und Evan Bates aus den USA.Dabouis hatte das siegreiche französische Duo auffällig besser bewertet als die acht anderen Preisrichterinnen und Preisrichter und Chock/Bates auffällig schlechter. Von den neun Juroren sahen fünf das amerikanische Paar vorn, doch wegen der extremen Abweichungen brachte dies Chock/Bates nichts. Schon im Laufe der Saison war Dabouis laut Medienberichten immer wieder mit großen Abweichungen aufgefallen.
Frankreich: Beichte im Sessellift
Ein französischer Priester nimmt Skifahrern in den Alpen im Sessellift die Beichte ab. Wie das katholische Nachrichtenportal OSV News berichtete, sieht Pater Geoffroy Génin (69) den Skilift als „Beichtstuhl unter freiem Himmel für eine luftige Seelsorge“. Der sportliche Geistliche warte jeden Montagmorgen in der Nähe der Lifte des Skigebiets Val Cenis im Maurienne-Tal in Savoyen auf Interessierte, die beichten möchten. Seine Pfarrei Notre-Dame de l‘Alliance besteht aus zahlreichen Berggemeinden, in denen sich die Bevölkerung mit Ankunft der Urlauber verdoppelt.