Wilder Ritt am Wochenende

von Redaktion

Eiskunstlauf-Traumpaar startet, Raimund will hoch hinaus und Preuß die Einzelmedaille

Hase/Volodin schweben über das Eis. © Egerton/dpa

Eiskunstlauf: Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin knieten auf dem Eis und blickten einander tief in die Augen. Mit einer sanften Hebung richteten sich die deutschen Eiskunstläufer auf, dann folgten schwungvolle Schritte und spektakuläre Sprünge. Im Training in der Milano Ice Skating Arena holten sich die Vize-Weltmeister das „olympische Gefühl“. Am Sonntag, wenn die besten deutschen Paarläufer mit dem Kurzprogramm (ab 19.45 Uhr/ZDF und Eurosport) in die Winterspiele starten, beginnt ihre Medaillenmission.

Drei Jahre haben die Berliner gemeinsam auf diesen Moment hingearbeitet, seit Kindheitstagen von dieser Chance geträumt. „Es geht darum, dass wir unser Bestes geben. Wenn wir mit unserer Leistung zufrieden sind, spielt die Farbe der Medaille am Ende keine Rolle“, sagte Hase.

Skispringen: Philipp Raimund blickte nach dem ersten Vorgeschmack auf den Showdown mit Domen Prevc zufrieden zur Anzeigetafel: „1. Prevc, 2. Raimund“ war dort in großen Buchstaben nach dem Training zu lesen. „Das Ergebnis würde ich nehmen. Eine Medaille ist eine Medaille“, sagte Raimund vor der Olympia-Entscheidung von der Großschanze am Samstag (18.45 Uhr/ARD und Eurosport) und betonte: „Ich bin hungrig auf mehr.“ Fünf Tage nach seinem goldenen Coup vom kleinen Bakken kann Raimund in Predazzo Geschichte schreiben: Zwei Einzelmedaillen bei Olympia holten aus deutscher Sicht bislang nur Jens Weißflog (1984) und Andreas Wellinger (2018) – beide gewannen erst Gold von der kleinen, dann Silber von der großen Schanze. Ein Szenario, das auch Raimund unterschreiben würde.

Biathlon: Mit einer Einzelmedaille bei diesen Winterspielen hat es bei den Frauen am Mittwoch ganz knapp noch nicht gereicht. Franziska Preuß (31), die mit diesem letzten Ziel ihrer Karriere noch das „i-Tüpfelchen“ aufsetzen möchte, hat am Samstag im Sprint (14.45 Uhr/ARD und Eurosport) und am Sonntag in der Verfolgung (14.45 Uhr/ZDF und Eurosport) gleich zwei Möglichkeiten, sich ihren Traum zu erfüllen. Die schießstarke Vanessa Voigt, die im Einzel Vierte wurde, will sich im Sprint eine gute Ausgangslage für den Verfolger erarbeiten. Das Quartett komplettieren Janina Hettich-Walz und Olympia-Debütantin Julia Tannheimer. Die Männer absolvieren ihr Jagdrennen am Sonntag um 11.15 Uhr.SID, AVO

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