Der FCB hält Dortmund auf Abstand. © Insta
München – Am Ende konnte Vincent Kompany endlich durchatmen: Der Trainer gab trotz der komfortablen 3:0-Führung gegen Werder Bremen bis zum Schluss eifrig Anweisungen an sein Team und forderte Angriffswelle um Angriffswelle in dieser längst entschiedenen Partie – erst als der Abpfiff im Weserstadion ertönte, entspannte sich Kompanys Miene und er feierte mit seiner Mannschaft den dritten Sieg der englischen Woche.
„Wir sind in diesem Tunnel“, erklärte der Trainer anschließend, wie er den Fokus in der nun anstehenden wichtigsten Saisonphase hochhalten will. „Die Hauptsache ist, dass wir immer weitermarschieren. Wenn die Mannschaft so drauf ist wie jetzt, dann können wir viel gewinnen.“
Durch den Pflichterfolg beim Lieblingsgegner – der FCB hat seine vergangenen 16 (!) Auswärtsspiele in Bremen gewonnen – halten die Münchner Titel-Rivalen Borussia Dortmund auf sechs Punkte Abstand. Ob sich aber nochmal ein ernsthafter Meisterschaftskampf entwickelt, zeigen die nächsten zwei Wochen, in denen der Rekordmeister am kommenden Samstag zunächst auf Frankfurt trifft und eine Woche später im Spitzenspiel auf den BVB.
Ein Sieg in beiden Partien und vor allem dem direkten Duell würde dem FCB quasi den Titel sichern – und während die Münchner nun zwei komplette Trainingswochen vor sich haben, muss der BVB in den Champions-League-Playoffs gegen Atalanta Bergamo ran.
„Wir sind englische Wochen gewohnt. Trotzdem tut es gut, dass du jetzt mal fünf Tage dazwischen hast, um dich auf Frankfurt vorzubereiten“, erklärte daher auch Max Eberl. „Dortmund spielt eine herausragende Saison, sie haben zwei Punkte mehr als im Meisterjahr. Dementsprechend sind wir auf der Hut. Wenn sie am Tag vor uns gewinnen, ist die Hoffnung da – und die crashen wir immer wieder am nächsten Tag. Das wollen wir beibehalten. Wir wollen unsere Spiele gewinnen, weitermachen, um in der Meisterschaft vorn zu bleiben.“ Dabei half auch der Sieg in Bremen – die entscheidende Saisonphase kommt aber jetzt erst. V. TSCHIRPKE