Amoura: Genie mit Leitplanken

von Redaktion

Diesmal sorgte er für Jubel: Wolfsburgs „Enfant terrible“ Mohammed Amoura. © dpa

Leipzig – Tribüne in Köln, Tor in Leipzig: Mohammed Amoura ist das Gesicht der Wolfsburger Widersprüche. Teuer, hochbegabt – und doch ein Symbol für die Krise beim VfL.

Beim 2:2 in Leipzig zeigte der Algerier seine Klasse und brachte den Tabellen-15. in Führung. Zwei Wochen zuvor war er in Köln noch aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader geflogen. Trainer Daniel Bauer sprach von nötigen „Leitplanken“, betonte aber auch Amouras Sonderstatus: „Er ist ein begnadeter Individualist. Meine Aufgabe ist es, ihm Raum zu geben, ohne die Mannschaft zu gefährden.“

Rund 17 Millionen Euro kostete der Stürmer einst, Benfica war schon interessiert – und nach der WM könnte er erneut zum Verkaufskandidaten werden. Trotz eines Sieges aus sieben Spielen glaubt Bauer vor dem Kellerduell mit Augsburg an sein Team: „Gerade schwere Phasen können große Stärke bringen.“ Wolfsburg klammert sich an diese Hoffnung – und an die Füße von Amoura.DPA

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