OBERLIGA-TOUR

Gladiators kündigen den großen Umbruch an

von Redaktion

Sicinski übernimmt in Erding, Tölzer Serie reißt, ECP scort auf, SCR erhält ein „Setzen, Sechs!“

David Zabolotny wird auch 26/27 im Erdinger Tor stehen. Für den Rest dieser Saison wechselt er nach Deggendorf. © or

Erding: Die Erding Gladiators sind immer wieder für eine Überraschung gut – auf dem Eis und außerhalb. So fuhr die Mannschaft von Trainer Thomas Daffner am Freitagabend in Stuttgart einen hart erkämpften 3:2-Sieg ein. Am Sonntag dann, unter den Augen des künftigen Trainers John Sicinski, kassierte das Schlusslicht gegen Peiting eine 4:5-Niederlage, wobei einmal mehr haarsträubende Fehler zu Gegentoren führten.

Schon jetzt werden die Weichen für die neue Saison gestellt, Sicinski kündigte an, dass es „einen großen Umbruch geben wird“. Daffner wird ihm dabei als Sportlicher Leiter zur Seite stehen. Und dann verkündete der aktuelle Sportliche Leiter David Whitney noch, dass Torwart David Zabolotny nächste Saison bei den Gladiators spielen, aber für den Rest dieser Saison zu Oberliga-Spitzenreiter Deggendorf wechseln wird. Von dort kommt für die letzten vier Spiele Raphael Fössinger. Das war nun wirklich eine Überraschung. WK

Bad Tölz: Sie haben die Großen geschlagen, Spitzenreiter und Verfolger besiegt. Doch jetzt mussten sie dem Ausfall ihrer Paradereihe und damit einhergehenden Torabschluss-Einbußen Tribut zollen: Beim Heimspiel gegen den Oberliga-Vorletzten EV Füssen am Freitag retteten die Tölzer Löwen noch einen 3:2-Sieg über die Zeit. Auch dank zweier Treffer von Toms Prokovopvics und großem Einsatz ihrer jungen Wilden. Doch nachdem die Tölzer die Talente für ihre DNL-Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt abgetreten hatten, mussten sie ihre Siegesserie am Sonntag gegen Höchstadt reißen lassen. Beim Elften verloren sie 1:4 – inklusive zweier Empty-Net-Gegentreffer, nachdem sie das Spiel lange Zeit ausgeglichen gehalten hatten. „Wir waren strukturiert, aber offensiv war es zu wenig, wir haben unsere Chancen nicht genutzt“, sagt Löwen-Trainer Axel Kammerer. Nach 55 Minuten erzielte Kapitän Sandro Schönberger den ersten Tölzer Treffer. NIC

Peiting: Der EC Peiting fährt unbeirrt seinen Playoffkurs. Einem 9:4 Kantersieg über Selb, ließ die Equipe von Lanny Gare den 5:4-Pflichtsieg in Erding folgen, der sich in den beiden Schlussminuten im Resultat dramatischer darstellte, als er tatsächlich war. „War vielleicht mein Fehler, weil ich meine jungen Spieler aufs Eis geschickt habe“, zeigt sich Gare selbstkritisch, was das Finale furioso nach Carson Brieres Empty-Net-Treffer angeht. Gleichwohl war der Sieg mehr als verdient. Peiting begann fahrig, nutzte dann aber die Fehler des Aufsteigers unter den Augen seines ehemaligen und künftigen Trainers der Gladiators, John Sicinski, konsequent zu eigenen Gunsten. Anders als sein Vorgänger bündelt Gare die Qualität der Importspieler in einer Paradereihe. Bislang insgesamt mit absolutem Erfolg und am Sonntag mit weiteren sechs Scorerpunkten. Die sind für die Jackson-Zwillinge pro Match nahezu Usus. Umso interessanter wird das Aufeinandertreffen heute mit Spitzenreiter Deggendorf. OR

Riessersee: Die Kommentare in den sozialen Netzwerken sind unzweideutig. Der Anhang des SCR ist froh, wenn diese Saison ein Ende findet. Der Umweg Pre-Playoffs scheint dabei nicht mehr von Relevanz. Fraglos ist die Oberliga Süd eine Zweiklassengesellschaft. Die Top-Fünf hier, der Rest irgendwo. Gleichwohlmuss man nicht zweistellig verlieren. Vor wenigen Wochen erst leistete der SCR sich ein 1:10 in Deggendorf. Das 3:12 in Memmingen toppte diese Dimension.

„Setzen, Sechs!“ Trainer Markus Jocher hielt sich bewusst kurz, anders wäre es wohl aus ihm herausgebrochen. Fünf Unterzahltreffer, wenig Defensivlust, dazu eine etwas harte Matchstrafe für Thomas Schmid. Einzig positive Note: Der Fanbus mit seinen kostümierten Insassen.

Freitags hatten sich die Weiß-Blauen trotz klarer Führung zu einem 6:4 gegen Höchstadt gemüht; das nährte die Resthoffnungen, vielleicht doch noch ein wenig länger spielen zu dürfen. OR

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