Letzte Hoffnung: Staffel!

von Redaktion

Antholz – Sieben Rennen – nur eine Medaille! Das deutsche Biathlon-Team erlebte nach dem Bronze-Auftakt in der Mixed-Staffel bisher zähe Tage in Antholz. „Es war sicher unser Ziel, noch die eine oder andere Medaille im Sack zu haben. Das ist uns bis jetzt noch nicht gelungen“, sagte Sportdirektor Felix Bitterling.

Vier Chancen bleiben noch. Während in den Massenstarts zum Abschluss andere die Favoriten sind, kämpfen die DSV-Quartetts in den Staffel-Rennen um das Podest. Den Anfang machen die Herren am Dienstag. „Ich mache mir keine Platte“, sagte Philipp Horn, am Sonntag als Elfter noch der beste Skijäger. „Wir sind alle gute Staffelläufer, das haben wir oft genug bewiesen. Die anderen Nationen wissen, dass wir da immer noch einen drauf setzen können.“

Die bisherigen vier Team-Wettbewerbe der Saison zeigten, dass man in Schlagdistanz ist, in die Medaillenränge schaffte es der DSV aber nur in Ruhpolding (Dritter). Die anderen drei Ergebnisse: Zweimal Vierter und einmal Fünfter. Dennoch: „Es ist unsere größte Chance, so ehrlich muss man sein“, sagte Horn. „Es gibt Fünf Staffeln, die es schaffen können, da gehören wir dazu.“

Das Problem: Die Norweger und Franzosen scheinen aktuell nicht schlagbar zu sein. „Wie gut sind die bitte?“, fragte David Zobel. „Wenn die alle null schießen und übelst brutales Material haben, sind sie besser. Dahinter ist viel offen.“ Genau wie die Deutschen denken die Schweden und die Lokalmatadoren aus Italien.

Wenn die Männer von Coach Tobias Reiter so vorbeifeuern, wie in der Verfolgung (18 Fehler!), dann wird‘s allerdings schwer. Das weiß auch Justus Strelow. „Wir müssen uns zusammenreißen, damit wir beim Schießen wieder abliefern, was wir können.“

Weniger als zwei Olympia-Medaillen hat Deutschland noch nie gewonnen. Die Biathlon-Bilanz der vergangenen vier Spiele: Peking (2), Pyeongchang (7), Sotschi (2), Vancouver (5).MATHIAS MÜLLER

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