Bronze zum Abschied?

von Redaktion

Eis-Paar Hase/Volodin lässt Zukunft offen

War die Kür am Montagabend der letzte Tanz auf der Olympia-Bühne für das deutsche Bronze-Duo Hase/Volodin? © Kneffel/dpa

Bronze: Minerva Fabienne Hase und Nikita Volodin. Seco/dpa (2)

Riku Miura und Ryuichi Kihara aus Japan legten mit einer Weltrekord-Kür eine famose Aufholjagd hin.

Mailand – Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin verstauten ihre Medaillen im Gepäck und stiegen mit einem klaren Vorsatz ins Taxi nach Cortina. „Wir haben immer nur gehört, dass die Partys im Deutschen Haus krass sein sollen. Wir freuen uns mega“, sagte Hase am Morgen nach Paarlauf-Bronze bei den Olympischen Winterspielen.

Mailand, wo sich die deutschen Eiskunstläufer ihren Traum vom Olympia-Podest erfüllt hatten, verließen Hase und Volodin am Dienstag im DOSB-Shuttle stolz und zufrieden. Dass sie die Führung nach dem Kurzprogramm nach zwei Hase-Fehlern in der Kür noch aus den Händen gegeben hatten, war fast schon vergessen. „Wir wollten unbedingt eine Medaille haben, und es musste nicht unbedingt Gold sein“, sagte Hase und lächelte.

Den Olympiasieg holten dank einer beeindruckenden Aufholjagd mit einer Weltrekord-Kür die japanischen Weltmeister Riku Miura/Ryuichi Kihara mit 231,24 Zählern. Zweite wurden die Georgier Anastasia Metelkina/Luka Berulawa (221,75). Hase und Volodin kamen auf 219,09 Punkte. Das zweite deutsche Paar Annika Hocke/Robert Kunkel landete mit 194,11 Punkten auf Platz zehn.

Hase ließ die gemeinsamen Jahre mit dem gebürtigen Russen Revue passieren. „Ich bin sehr stolz, wie ich innerhalb von den vier Jahren gewachsen bin, wie Nikita gewachsen ist, wie wir als Team gewachsen sind.“ Doch die gemeinsame Reise könnte sich dem Ende nähern. „Wir werden die Saison beenden, den Sommer genießen. Dann schauen wir, wie es weitergeht, wie lang und in welchem Rahmen“, sagte Hase. Als letzter großer Saison-Wettkampf steht die WM in Prag (24. bis 29. März) im Kalender.SID

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