Was ist bloß mit den Norwegern los? Während der Rest der Welt noch versucht, sich unfallfrei die Skischuhe zuzumachen, haben diese rätselhaften Menschen aus Tromsø und Haugesund schon wieder drei Goldmedaillen gewonnen. Norwegische Kinder werden von Anfang an auf Wintersport gepolt. Im Mutterleib ist es laut klinischer Messungen drei Grad kälter als bei einer deutschen Mutter. Bei kräftigem Strampeln meldet eine App: „Talent für Skisprung erkannt.“ Dann wirft der Storch die Babys über der Schanze ab, wo sie im Telemark landen. Die Babynahrung besteht zu 50 Prozent aus zerstoßenem Skiwachs und zu 50 Prozent aus Lebertran. Es gibt sogar Wachs-Sommeliers. Und die Kinder werden nicht mit dem SUV zur Schule gebracht, sondern sie reiten auf einem Renn-Elch. Wie soll man gegen Leute gewinnen, deren erstes Wort nicht „Mama“ ist, sondern „Wachstemperatur“?