Ein Duo im Aufsichtsrat: Dieter Reiter und Uli Hoeneß.
München – Der nächste Spitzenpolitiker wird dem FC Bayern künftig mit Rat und Tat zur Seite stehen: Dieter Reiter. Bereits Anfang Januar verkündete der deutsche Rekordmeister, dass der Münchner Oberbürgermeister (SPD) künftig den Posten als Vorsitzender des Verwaltungsbeirats von Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) übernehmen wird.
Damit ist Reiter künftig in prominenter Polit-Gesellschaft: Dem Gremium gehören aus der aktuellen Bundesregierung auch Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) und Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) an. Hinter ihnen: Alexandra Schörghuber als stellvertretende Vorsitzende, Georg Fahrenschon, Professor Dr. Marion Kiechle, Hildegard Müller, Elisabeth Promberger, Dr. Klaus-Peter Röhler, Josef Schmid, Alexander Sixt und Max Viessmann.
Doch OB Reiter steigt in der Macht-Hierarchie der Bayern noch weiter auf. Denn laut Vereinssatzung hat der Verwaltungsbeiratschef des e.V. einen Sitz im Aufsichtsrat sicher – ebenso wie Vereinspräsident Herbert Hainer und der erste Vizepräsident Professor Dr. Dieter Mayer. In Paragraf 17 heißt es unter Punkt 5: „Der Vorsitzende des Verwaltungsbeirats gehört als geborenes Mitglied dem Aufsichtsrat der Gesellschaft an, in die der Lizenzfußball ausgegliedert ist. Ist er an der Wahrnehmung des Aufsichtsratsmandats auf Dauer verhindert, so tritt sein Stellvertreter an seine Stelle.“
Dort ist der 67-Jährige dann vor allem von DAX-Managern umgeben. Weil Adidas, Audi und die Allianz jeweils 8,33 Prozent an der FC Bayern München AG besitzen, besetzen sie mit ihren Vertretern Dr. Jan Heinemann (Adidas), Dr. Gernot Döllner (Audi) und Michael Diekmann (Allianz) den Aufsichtsrat. Komplettiert wird das Gremium durch Thorsten Langheim (Telekom) und die langjährigen Bayern-Führungsfiguren Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge.BOK, PK, VT