Die Erweckten

von Redaktion

Pesic greift mit den Bayern nach dem Pokal

München – Er hatte es vermutlich selbst nicht für möglich gehalten, dass er Trophäen noch einmal so nahekommt. Warum auch, Svetislav Pesic hat in seiner Trainerkarriere schon reichlich Silber gestemmt. Nationale Pokale alleine viermal. Nun spricht alles dafür, dass am Sonntag ein fünfter dazukommt.

Zumindest geht der FC Bayern als der haushohe Favorit ins Halbfinale am Samstag (16 Uhr) im heimischen SAP Garden gegen die Baskets Bamberg. Und dass das so ist, hat natürlich vor allem mit Pesic zu tun. Vor knapp zwei Monaten hat der 76-Jährige in München ein tief verunsichertes Ensemble übernommen. Mittlerweile sind die Bayern nicht nur eines der heißesten Ensembles Europas. Auch durchs nationale Geschäft pflügt man mit der Dominanz, von der Welt- und Europameister Johannes Voigtmann mal gesagt hat: „Man muss sie lernen.“

In der Sport Bild kommentierte Pesic das zuletzt fast schelmisch: „Von Leuten in meinem Alter erwarten viele Menschen nicht so viel. Aber ab und zu können wir überraschen.“ Die Idee der Pesicschen Erweckungsmission: Hinten im Kollektiv dichtmachen, vorne wird man dann schon Wege finden. Bis jetzt könnte der Gedanke kaum besser aufgehen. So dass selbst Bayerns Clubchef Herbert Hainer zuletzt die Gedanken schon kreisen ließ: „Ich könnte mir auch vorstellen, dass Svetislav in der kommenden Saison weitermacht.“ Zumindest an Bord zu bleiben, dazu wird Hainer ihn nicht überzeugen müssen. Pesic will seinen Lebensmittelpunkt weiter in München halten. Und: „Ich würde gerne im Club bleiben“, sagte er.

Der Pokal wäre da eine schöne Zugabe. Seinen letzten holte sich Pesic mit dem FC Barcelona. 2003 war das. Doch schon lange her. RP

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