Sieges-Garant: Doppelpacker Patrik Schick. © Tzortzinis/AFP
Piräus – Doppelpacker Patrik Schick sorgte für Ruhe im Hexenkessel und ließ das ohrenbetäubende Pfeifkonzert verstummen. Bayer Leverkusen hat geschafft, was vor vier Wochen kläglich misslang. „Ich habe gehört, ein paar sind früher gegangen – das ist doch schön“, sagte Kapitän Robert Andrich nach dem 2:0-Sieg bei Olympiakos Piräus. 30 Tage nach der bitteren 0:2-Pleite am selben Ort machte die Werkself einen großen Schritt in Richtung Champions-League-Achtelfinale.
„Nach den Toren hast du gemerkt: Es wird leiser“, sagte Andrich. Nach holprigen 45 Minuten gegen hochpressende und aggressive Griechen entschied Schick das Duell binnen 144 Sekunden. Mit Geduld, stabiler Defensive und cleverem Umschaltspiel brachte Bayer 04 die Heimfans zum Schweigen. Das Achtelfinale-Ticket ist greifbar.
Einmal mehr überzeugte die Werkself mit ihrer Defensivarbeit. „Das ist wichtig. Sieben Spiele, zwei Gegentore, fünfmal Nullspiele“, bilanzierte Trainer Kasper Hjulmand. Sein Team wirkt eingespielt. Dennoch betonte der Däne, dass nicht dauerhaft dieselben Spieler auflaufen können – in Piräus hatte er noch einmal auf die Startelf vom 4:0-Ligasieg gegen den FC St. Pauli gesetzt.
„Wir hatten drei Tage zwischen den Spielen“, sagte Hjulmand. „Aber so geht es nicht weiter.“ Der Däne vertraut aber auf seinen Kader: „Wir haben eine super Bank – Rotation wird kommen.“ Das dürfte dann am Samstag (15.30 Uhr) beim Ligaspiel gegen Union Berlin der Fall sein. Am Dienstag (21 Uhr) soll im Rückspiel gegen den griechischen Meister vor heimischer Kulisse das Achtelfinal-Ticket gesichert werden. Dort ginge es gegen den FC Bayern oder den FC Arsenal.DPA