München – Die Frauen-Bundesliga hat auf dem Weg zur angestrebten Professionalisierung einen weiteren finanziellen Meilenstein erreicht. Der Gesamtumsatz ist in der vergangenen Saison auf den Rekordwert von mehr als 43 Millionen Euro gestiegen. Das ist ein Plus von zwölf Millionen gegenüber der Spielzeit davor. Die durchschnittlichen Einnahmen pro Klub lagen bei 3,6 Millionen Euro (2,65 Millionen in der Vorsaison). Das gab der DFB am Donnerstag bekannt.
Bei den Besucherzahlen musste die Eliteklasse allerdings ein Minus verkraften. Insgesamt kamen 355.407 Fans an den 22 Spieltagen in die Stadien (durchschnittlich 2692 pro Partie). In der vorangegangenen Saison waren es noch 379.653 Zuschauer gewesen. Zum Vergleich: Die englische Eliteklasse verzeichnete 6658 pro Begegnung. Spanien (1658) und Frankreich (1478) liegen hinter der Bundesliga.
Grundsätzlich bleibt der Frauenbereich für die Vereine noch ein Minusgeschäft: Die Ausgaben der zwölf Bundesligisten lagen bei knapp 70 Millionen Euro (5,8 Millionen im Schnitt), was einer Steigerung von 28 Prozent gegenüber der Vorsaison entspricht. Mit 2,8 Millionen Euro pro Klub entfallen fast die Hälfte der Gesamtkosten auf Personalaufwendungen für Spielerinnen sowie Trainer und Trainerinnen. Das durchschnittliche monatliche Grundgehalt der Spielerinnen lag bei rund 4500 Euro.
Mit Blick auf die mediale Wahrnehmung stieg die durchschnittliche Reichweite auf den live übertragenden Streamingplattformen DAZN und MagentaSport laut DFB um sieben Prozent. DPA