Alarmstufe Gelb

von Redaktion

Erst wartet Frankfurt, doch das Duell mit Dortmund ist im Hinterkopf

Gelbe Gefahr: Joshua Kimmich wäre bei der nächsten Verwarnung gesperrt. © Wolf/Imago

München – An diesem Samstag (15.30 Uhr, Sky) empfängt der FC Bayern Eintracht Frankfurt in der Allianz Arena. Doch schon jetzt wirft der deutsche Klassiker seine Schatten voraus. Das sportliche Gesprächsthema Nummer eins auf der Pressekonferenz am Freitag: der Meisterschafts-Gipfel am 28. Februar (18.30 Uhr) gegen Verfolger BVB in Dortmund.

In München herrscht Alarmstufe Gelb. Weil Dortmund, das am Samstag auf RB Leipzig trifft, den Abstand auf den Tabellenführer auf drei Punkte verringern könnte. Aber auch aufgrund des Umstands, dass mit Mittelfeldchef Joshua Kimmich und Abwehr-Star Jonathan Tah zwei Stammspieler bei der nächsten Verwarnung gegen den BVB gesperrt wären. Auch Leon Goretzka steht aktuell bei vier Gelben Karten.

„Sie haben das BVB-Spiel im Kopf“, sagte Trainer Vincent Kompany in Richtung der Journalisten. „Wir aber nicht. Ich bin nur auf das Frankfurt-Spiel fokussiert. Die Gelbsperren sind kein Thema, wir müssen schlau sein, aber wir können auch nicht überschlau sein. Man kann nicht alles planen.“

Wichtig sei erst mal nur, gegen die Eintracht zu gewinnen. „Ab nächste Woche können wir alle gemeinsam das Klassiker-Gefühl genießen. Aber jetzt geht es nur um Frankfurt“, stellte Kompany klar.

Der Belgier sprach den Trainerwechsel von Eintracht Frankfurt an. Nach Dino Toppmöller steht nun Albert Riera an der Seitenlinie. Der extrovertierte Spanier gilt als Motivator (siehe Text unten).

„Wir haben gerade gegen Werder gespielt, da war auch ein Trainerwechsel. Man muss mit dem planen, was man sehen kann. Wir haben gesehen, was Frankfurt in den letzten beiden Spielen gemacht hat und was der Trainer bei seinen vorherigen Mannschaften gemacht hat“, erklärte Kompany mit Blick auf den 43-Jährigen, der zuvor die slowenischen Clubs Olimpija Ljubljana und Celje sowie den französischen Traditionsverein Bordeaux gecoacht hatte.

In den ersten beiden Spielen mit Riera als SGE-Chefcoach spielten die Hessen 2:2 bei Union Berlin und 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach. Kompany: „Wir müssen darauf vorbereitet sein, dass wir flexibel sind im Spiel. Wir haben viele Möglichkeiten, flexibel zu sein in den Spielen. Es kommt ein neuer Trainer, aber es sind die gleichen Spieler, und wir haben auch die gleichen Spieler. Wichtig ist, dass die Spieler ihre Leistung bringen.“

Allerdings verlief die Vorbereitung auf die Partie durch den heftigen Schneefall in München nicht wie geplant, verriet Kompany. Das Training am Donnerstag habe man unterbrochen, „einfach weil das zu gefährlich wurde. Wir haben dann aber Läufe gemacht.“

Gegen die Eintracht wird Jonas Urbig im Tor den verletzten Kapitän Manuel Neuer (Faserriss in der linken Wade) vertreten. „Wir müssen das ausstrahlen, dass wir ihm hundertprozentig vertrauen. Auch letztes Jahr stand er im Champions League-Achtelfinale in Leverkusen im Tor, obwohl er vorher noch nicht viele Einsätze hatte“, erinnerte Kompany. „Vertrauen ist wichtig bei jungen Spielern.“P. KESSLER, M. BONKE

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