Gegen Rostock zählt nur ein Sieg

von Redaktion

TSV 1860 geht mit Rückenwind ins Heimspiel gegen Angstgegner Hansa

Trifft Hobsch auch gegen Rostock? © Feiner/Imago

Der Coach und sein Knipser: Um gegen Hansa bestehen zu können, braucht Kauczinski (2. v. li.) die Tore von Maskenmann Haugen. © Lackovic/Imago

München – Die erste gute Nachricht für die Löwenfans an diesem Wochenende brachte der Blick auf die Wetter-App. Nach dem Wintereinbruch in der Nacht von Donnerstag auf Freitag versprachen der Samstag und Sonntag Plusgrade bis in den zweistelligen Bereich und Tauwetter. Dem Spiel gegen Hansa Rostock (Sonntag, 13.30 Uhr) dürfte nichts im Wege stehen, auch wenn die finale Entscheidung dazu erst am heutigen Samstag fällt.

Anders als am Freitag, als die Partie der kleinen Bayern gegen Unterhaching dem Schnee zum Opfer fiel, dürfte der Rasen im Grünwalder Stadion zur Partie gegen Rostock frei sein – wenn auch in einem schwer zu bespielenden Zustand. Kein Problem für die Löwen, kennen sie sich doch seit dem Auswärtsspiel bei Havelse vergangene Woche damit aus. Sigurd Haugen sagte dazu gegenüber unserer Zeitung: „Das war der schlechteste Platz, auf dem ich je gespielt habe.“ Machte 1860 und seinem Torjäger wenig aus, die Sechzger siegten mit 5:0, der erste Dreier im Jahr 2026.

Was macht Mut?

Gegen Rostock soll der nächste Schritt aus dem tristen Tabellen-Mittelfeld folgen. Leicht wird das nicht. Die Kogge konnten die Löwen in der Dritten Liga noch nie bezwingen. Was also macht 1860 Mut? Da wäre zum einen die entspanntere Personallage: Die Routiniers Kevin Volland und Florian Niederlechner stehen wieder zur Verfügung. Zudem hat sich die Verletzung von Kreativkopf David Philipp unter der Woche im Training als nicht so schwerwiegend wie befürchtet herausgestellt. Er ist einsatzbereit (genauso wie die angeschlagenen Raphael Schifferl und Thore Jacobsen) gegen die um vier Punkte besser platzierten Hanseaten.

Zudem kommen die Löwen endlich mal wieder mit einem Sieg aus der Vorwoche auf den Platz. „In Havelse hat sich einiges gelöst bei den Jungs. Das müssen wir mitnehmen“, betont 1860-Coach Markus Kauczinski, der am gestrigen Freitag seinen 56. Geburtstag feierte.

Damit ihm seine Spieler ein nachträgliches Geschenk bereiten können, müssen sich die Löwen auf die Basics fokussieren, erklärt Kauczinski: „Wir müssen schnell und einfach spielen.“ Gleichzeitig warnt der Coach vor der Qualität Hansas: „Das ist ein Topgegner, der nahe dran ist an uns. Uns erwartet eine Mannschaft, die sehr robust ist und eine gute individuelle Qualität mitbringt.“ Mit einem Sieg über Rostock könnten die Rückenwind-Löwen bis auf einen Zähler an den Gegner heranrücken. Und vom abgefahrenen Aufstiegszug würde man in Giesing zumindest die Rücklichter wieder erkennen.MARCO BLANCO UCLES

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