Ski-Klau und Frust über 50 Kilometer

von Redaktion

DSV muss improvisieren und kritisiert lange Distanz für Frauen

Schnell vertragen: Neprjajeva und Hennig Dotzler (re.). © Karmann/dpa

Val di Fiemme – Skilangläuferin Katharina Hennig Dotzler hat sich trotz eines „Ski-Diebstahls“ mit einer Top-10-Platzierung von der olympischen Bühne verabschiedet. Die 29-Jährige belegte im „Marathon“ über 50 Kilometer den achtbaren neunten Rang. Das erste Gold ihrer Karriere holte Ebba Andersson (Schweden). Kurios: Die Russin Darja Neprjajewa hatte beim Skiwechsel versehentlich die Ski von Hennig Dotzler genommen. „Das war, wie wenn in der Formel 1 der Ferrari in der Boxengasse zu McLaren fährt“, sagte Bundestrainer Peter Schlickenrieder. Der Vorfall hatte keine Auswirkung auf den Rennausgang, die DSV-Techniker bereiteten in Windeseile neue Ski vor.

Erstmals liefen die Frauen 50 statt 30 km bei Olympia, zum Ärger von Hennig Dotzler: „Die Streckenanpassungen haben für mich nichts mit Gleichberechtigung zu tun.“ Auch Schlickenrieder meinte: „Am Ende gewinnt nach 30 km die, die auch nach 50 km gewinnt.“

Für Johannes Klaebo, der sein sechstes Gold bei diesen Spielen holte, war auch die lange Distanz kein Problem. In Norwegen heiße es: „Du musst die 50 Kilometer gewinnen, um ein Mann zu werden. Und ich denke, das bin ich jetzt.“SID

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