Der Goldtor-Schütze: Jack Hughes. © dpa/Peter Kneffel
Mailand – Auf den Tag genau 46 Jahre nach dem „Miracle on Ice“ haben die USA die kanadischen Eishockey-Superstars im Olympia-Finale von Mailand entzaubert. Durch das 2:1 (1:0, 0:1, 0:0) nach Verlängerung dank eines überragenden Torhüters Connor Hellebuyck holten die von den meisten Zuschauern ausgepfiffenen US-Boys zum dritten Mal nach 1960 und 1980 Olympia-Gold. Top-Favorit Kanada ohne den verletzten Kapitän Sidney Crosby verlor damit erstmals ein Olympia-Finale gegen den großen Erzrivalen.
In der zweiten Minute der Overtime beendete Jack Hughes von den New Jersey Devils mit seinem Siegtreffer eine fast fünf Jahrzehnte währende Durststrecke für den Weltmeister. Vor 46 Jahren hatte eine US-Collegeauswahl in Lake Placid die damals übermächtig erscheinende Sowjetunion geschlagen und später Olympia-Gold gewonnen. In diesem Jahr war das US-Team mit etlichen NHL-Stars freilich deutlich besser besetzt. In der regulären Spielzeit hatten Matt Boldy (6. Minute) von Minnesota Wild für die USA und Cale Makar (39.) von Colorado Avalanche für Kanada getroffen. Kanada nutzte das Übergewicht an Schüssen (42:28) nichts.SID