Jari Pasanen
Rosenheim – Von „überglücklich bis grausam“ so beschrieb Starbulls-Trainer Jari Pasanen seine Gefühlslagen nach den Spielen in Ravensburg und zu Hause gegen Freiburg (5:1). „Überglücklich“ war der Deutsch-Finne nach dem 3:2-Sieg seines Teams beim direkten Konkurrenten um den Tabellenplatz drei, Ravensburg. Es war der erste Sieg bei den Towerstars seit dem Wiederaufstieg vor knapp drei Jahren.
Beim Freitag-Erfolg zeichneten sich zwei Landsmänner von Jari Pasanen, Torhüter Oskar Autio und Ville Järveläinen, besonders aus. Der Starbulls-Torjäger Järveläinen erzielte ein Tor und verwandelte im Penaltyschießen seine beiden Versuche eiskalt; Autio parierte 45 von 47 Schüssen, die auf sein Tor kamen. Vier Spiele vor Ende der Hauptrunde liegen die Starbulls neun Punkte vor Ravensburg, damit dürfte der dritte Platz abgesichert sein.
Als „grausam“ bewertete Trainer Jari Pasanen lediglich zehn Minuten an diesem erfolgreichen Wochenende. Gegen Freiburg starteten die Rosenheimer gut, doch ab Mitte des ersten Drittels war Pasanen gar nicht zufrieden mit seinem Team. Da musste er in der Dittelpause sogar noch einmal laut werden in der Kabine. „Eigentlich ungewöhnlich um diese Jahreszeit“, erklärte Pasanen. Trotz der fünf Punkte blieb ein fader Beigeschmack, denn mit Lewis Zerter-Gossage und Jordan Taupert fielen in der Schlussphase zwei Spieler verletzt aus.
Noch ist Zeit bis zum Start der Playoff-Runde, für die Rosenheim bestens gerüstet zu sein scheint. Vier gut funktionierende Sturmreihen, eine starke Defensive und das wohl beste Torhüter-Duo (Autio/Kolarz) der Liga lassen hoffen. Die wahrscheinlichsten Gegner nach aktuellem Stand: Regensburg oder die Lausitzer Füchse.HANS-JÜRGEN ZIEGLER