Pausenprogramm: Trainingsspiel „Wir gegen uns“ mit Maxi Kastner und Brady Ferguson. © Red Bull/City-Press
München – Olympia ist vorbei, nun geht es in der Deutschen Eishockey Liga nach einem Monat Pause weiter. Acht Spieltage stehen noch an, einige Fragen sind zu klären. Für den Tabellenvierten EHC Red Bull München mit seinen derzeit 84 Punkten: Reicht es noch zu Platz zwei (Mannheim/89) oder drei (Ingolstadt/85)? Qualifiziert sich der EHC nach zweijährigem Verpassen wieder für die Champions Hockey League, die wegen der Auslastung des SAP Garden sehr erwünscht wäre? Oder sollte das Team von Trainer Oliver David auch in den Rückspiegel blicken? Straubing ist nur einen Punkt entfernt, und Rang fünf statt vier würde den Verlust des Heimstartrechts im Playoff-Viertelfinale bedeuten.
Die meisten DEL-Clubs schickten ihre Spieler für längere Strecken (eine Woche bis zehn Tage) in Urlaub. Oliver David hatte „ein gesundes Maß an Training“ angekündigt, um in Rhythmus zu sein, wenn am Mittwoch (19.30 Uhr) das wegweisende Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt ansteht. Beschäftigt waren in der Pause auch etliche EHC-Cracks.
Die Olympia-Fahrer: Fabio Wagner spielte ein hervorragendes Turnier, er war Teil der deutschen Starting Six und kam in Mailand auf eine durchschnittliche Eiszeit von 17:13 Minuten. Weit weniger belastet wurde Tobias Rieder im vierten Sturm mit 9:27 Minuten. Unerfreulich verlief Olympia für Mathias Niederberger. Er war nur dritter Torwart ohne Einsatz.
Die Olympia-Trainierer: Maxi Kastner und Yasin Ehliz gehörten zum Trainingskader, waren Bestandteil des deutschen Teams, das in Bozen ein Testspiel gegen Italien 4:3 gewann; auch in Mailand trainierten sie noch mit – bis alle NHL-Importe angereist waren. Dann ging es nach Hause.
Die DEL2-Spieler: Für die Münchner U23-Fraktion gab es keine Pause. Phillip Sinn, Philipp Krening, Nikolaus Heigl und Vadim Schreiner wurden zum Kooperationspartner Kaufbeuren in die DEL2 geschickt, wo mit Rio Kaiser ein EHC-Verteidiger mittlerweile fast dauerhaft spielt und mit Daniel Fießinger (Tor), John Rogl und Nicolas Appendino weitere Ex-Münchner heimisch geworden sind. Die EHC-Teilzeitkräfte werteten den Letzten der DEL2 auf, er gewann drei von sechs Spielen (unter anderem beim Topteam Kassel). Sinn war der Abwehranker, vorne scorten Heigl und Schreiner auf (zusammen sechs Punkte am Sonntag beim 7:3 gegen Ravensburg). Die Youngster wecken allerdings auch die Begehrlichkeiten anderer DEL-Vereine. Vadim Schreiner (20) wechselt kommende Saison zu den Schwenninger Wild Wings.GÜNTER KLEIN