TENNIS

Zverev trotzt Unruhe

von Redaktion

Fokus auf den nächsten Sombrero

Steht ihm: Zverev mit dem Sieger-Sombrero, den er 2021 in Acapulco gewann. © dpa

Acapulco – Sicherheitsbedenken spielten zunächst keine Rolle, als Alexander Zverev gut gelaunt mit Dackel Mishka über die Anlage von Acapulco spazierte. „Ich bin gerne hier“, sagte der Hamburger vor dem ATP-Turnier, auf das er sich mehrere Tage vorbereitet hatte. Inzwischen aber sind dunkle Wolken über seinem Lieblingsevent aufgezogen.

Nach der Tötung des Drogenbosses „El Mencho“ ist die Gewalt eskaliert, das Auswärtiges Amt rät dringend von Reisen in den Bundesstaat Guerrero ab. US-Kommentator Brett Haber verließ das Land und forderte die ATP auf, Spieler auszufliegen. Der Veranstalter betonte dagegen, das Turnier solle stattfinden, man stehe im engen Austausch mit den Behörden.

Zverev wird dennoch versuchen, sich auf den Sport zu konzentrieren. Zum Auftakt trifft er auf den Franzosen Corentin Moutet. Zuletzt hatte er sich bei den Australian Open stark präsentiert und nach großem Kampf gegen Carlos Alcaraz das Finale nur knapp verpasst.

Acapulco unter Spannung

Positiv: Zverev nimmt sich inzwischen mehr Pausen. Nach seinem Halbfinalaus in Melbourne verzichtete er auf zusätzliche Starts und bereitete sich gezielt vor. „Vergangenes Jahr war mein Zeitplan verrückt“, sagte er. Nun habe er gelernt, besser auf seinen Körper zu hören.

Das enttäuschende Frühjahr 2025 eröffnet ihm zugleich Chancen auf viele Weltranglistenpunkte. In Acapulco will Zverev an seinen Triumph von 2021 anknüpfen – und erneut den Sieger-Sombrero holen.SID

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